Fehlstart, die russische Schattenflotte verbleibt vor Sardinien, beschattet von der Marine
Seit zwei Tagen verfolgen Flugzeuge und Fregatten der italienischen Streitkräfte Frachtschiffe, Zerstörer und Versorgungsschiffe des Kremls vor der Küste von Ogliastra: Am Abend werden sie nach Norden abdrehen und dann vor dem Golf von Orosei zurückkehren.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Schiff schien nach Norden zu fahren, in die Straße von Bonifacio einzulaufen und dann Kurs auf Gibraltar zu nehmen, nachdem es 48 Stunden lang mit einem Zerstörer und einem Versorgungsschiff die Küste von Ogliastra umkreist hatte. Doch bei Siniscola drehte die Sparta IV, das vom russischen Verteidigungsministerium kommandierte Schiff, um und nahm wieder Kurs nach Süden.
Das Auftauchen des „Todeskuriers“ östlich von Sardinien gibt weiterhin Rätsel auf. Das Frachtschiff, das dem Kreml Waffentransporte anbietet, kreuzt seit Dienstagabend scheinbar grundlos wie ein Pendel und legt nur wenige Kilometer zurück, bevor es vor Capo Monte Santo und Tortolì umkehrt. Sein erklärtes Ziel war Kaliningrad, eine russische Exklave zwischen Polen und Litauen. Es war vom östlichen Mittelmeer dorthin unterwegs, als es nach der Passage Siziliens plötzlich einen Umweg nach Norden vor Sardinien machte.
Sie blieb dort. Und nicht allein. Sie wurde vom Zerstörer „Severomorsk“ und dem Versorgungsschiff „Kama“ begleitet. Beim Einlaufen ins Mittelmeer wurde die „Schattenflotte“, wie sie heute Nachmittag von der italienischen Marine genannt wurde, von einem U-Boot der Kilo-Klasse – ebenfalls russisch – eskortiert, und das NATO-Seekommando gab bekannt, alle Bewegungen zu überwachen.
Die Sparta IV wurde den ganzen Tag über überwacht: Ein Aufklärungsflugzeug der Guardia di Finanza und ein Spionageflugzeug vom Typ Gufstream kreisten über dem Schiff. Die russische Marine entsandte außerdem die Fregatte Spartaco Schergat an die Seite des russischen Zerstörers.
