Mehr Stromnetze und mehr Speicherzentren. Um den sardischen Fachjargon für erneuerbare Energien zu verwenden: Das bedeutet neue Verbindungen über das Tyrrhenische Meer und mehr Platz für Batteriespeicher.

Europäische Nachrichten

Diese neue Infrastruktur ist keine Frage der Angst, sondern entspricht der Position Brüssels, die in einem von der Europäischen Kommission verfassten Dokument dargelegt wurde. Die Regierung Berlaymont hat erkannt, dass ein Teil der von Windkraftanlagen und Solarmodulen erzeugten grünen Energie ungenutzt bleibt: Es fehlt an der Infrastruktur für Export und Speicherung. Daher die Entscheidung, Stromleitungen und Batteriespeichersysteme (BESS) zu modernisieren. Für Sardinien, ein Land multinationaler Konzerne und bereits ein wichtiger Stromversorger Italiens, wird die Möglichkeit neuer Kabelkanäle und Lithium-Ionen-Speicher – zusammen mit einer weiteren Landnutzung – nun konkrete Realität.

Das Dokument

Euronews hat die Reformvision der Kommission unter der Führung von Ursula von der Leyen neu aufgelegt. Ausgangspunkt ist der Grüne Deal, der europäische Plan zur Klimaneutralität Europas. Das bedeutet, nicht mehr Treibhausgase in die Atmosphäre freizusetzen, als der Planet über Böden, Wälder und Ozeane aufnehmen kann. Das endgültige Ziel ist für 2050 vorgesehen. Doch im derzeitigen Tempo der 27 EU-Mitgliedstaaten ist dieses Ziel unerreichbar.

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