Die Ermittlungen gegen die Ehe einer Geschäftsfrau aus Siniscola und den vermögenden monegassischen Bankier Adalberto Miani (die im Dezember 2022 in Olbia heirateten) haben einen Wendepunkt erreicht. Der Staatsanwalt von Tempio, Alessandro Bosco, beantragte die Einstellung des Verfahrens gegen die Geschäftsfrau und den aus der Lombardei stammenden monegassischen Finanzier. Der Frau war vorgeworfen worden, den älteren Mann (der 2024 verstarb) ausgenutzt, missbraucht und manipuliert zu haben. Der Staatsanwalt schloss jedoch jegliche strafrechtliche Anklage aus und gab dem Antrag des Strafverteidigers Francesco Furnari statt. Dieser legte den Richtern des Amtsgerichts Gallura ärztliche Atteste von Spezialisten aus Kliniken im Fürstentum Monaco, dem San Raffaele Krankenhaus in Mailand und insbesondere von einem Spezialisten des Gesundheitsamtes Olbia (Alzheimer-Zentrum) vor. Alle Gutachten bestätigen Mianis volle geistige Zurechnungsfähigkeit und seinen guten Gesundheitszustand (nach medizinischen Untersuchungen im Jahr 2022 und anschließend bis zu seinem Tod im Jahr 2024). Anwalt Francesco Furnari legte Berichten zufolge auch Dokumente vor, die Mianis bewusste Entscheidung und seinen (unbeeinflussten) Wunsch, die sardische Unternehmerin zu heiraten, belegen. Furnari lehnte eine Stellungnahme zum Antrag auf Abweisung der Klage ab. Die Anwälte der Frau hatten bereits die Aufhebung der Vermögenssperre (eine zivilrechtliche Maßnahme) für einen Teil des Erbes erwirkt, die zum Schutz des Nachlasses des Verstorbenen diente. Die Anwälte der Kinder des Bankiers prüfen den Antrag auf Abweisung der Klage und die damit verbundenen möglichen Konsequenzen.

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