Die Region Sardinien fordert einen Stopp des Genehmigungsverfahrens für den Bau des elektrochemischen Energiespeichers (BESS) im Gebiet "Nos de Chercu - Su Dragone" im Gebiet Ittiri von Sassari.

Die Entscheidung fiel nach einem institutionellen Dialog mit der lokalen Bevölkerung, der durch die Teilnahme von Francesco Spanedda, Regionalrat für Kommunalverwaltung, Finanzen und Stadtplanung, an der öffentlichen Stadtratssitzung zur Erörterung des Projekts angestoßen wurde. Dieser Dialog ermöglichte ein tieferes Verständnis der von der Stadtverwaltung und den Anwohnern hervorgehobenen Kernfragen und führte zu einem gemeinsamen Vorgehen von Region und Stadt.

Der Regionalrat hat heute eine Resolution verabschiedet, in der er seine Ablehnung des von Thiesi Solar Srl eingereichten Projekts zum Ausdruck bringt und das Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit auffordert , den Antrag für unzulässig zu erklären und in jedem Fall die für seine Genehmigung erforderliche Zustimmung zu verweigern.

Das Projekt, bei dem es sich um ein eigenständiges Kraftwerk mit einer Leistung von 470,4 MW und einer Kapazität von 1.408 MWh handelt, würde etwa 9,8 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche beanspruchen, wobei Netzanschlussarbeiten erforderlich sind.

„Das Projekt ist mit dem aktuellen Landnutzungsmodell unvereinbar“, betont Spanedda. „Die Energiewende darf nicht zu einer willkürlichen Landnutzungsänderung führen, sondern muss sich an Kriterien der Nachhaltigkeit, des Umweltschutzes und der Achtung lokaler Ressourcen orientieren. Unsere Position basiert auf Umwelt-, Landschafts-, Gebiets- und Sicherheitsaspekten“, fügt er hinzu. „Das betroffene Gebiet ist stark landwirtschaftlich geprägt, liefert wertvolle Nutzpflanzen und befindet sich in einem Umfeld mit zahlreichen archäologischen Stätten und identitätsstiftenden Kulturgütern. Es ist inakzeptabel, wertvolles Ackerland zu opfern, ohne alternative Standorte angemessen zu prüfen.“

Die Gemeinde Ittiri, die Feuerwehr der Provinz Sassari und die Nationale Straßenbehörde (ANAS) haben Bedenken hinsichtlich des Projekts geäußert, während die Aufsichtsbehörde für Archäologie, Bildende Kunst und Landschaft zusätzliche Informationen zu den eingereichten Unterlagen angefordert hat. Auch die Generaldirektion für Verkehr und das Tiefbauamt von Sassari haben Stellungnahmen abgegeben.

(Unioneonline)

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