Zehn Jahre voller Bücher, Begegnungen, Ideen und Protagonisten der italienischen Kultur. Das Guasila Festival dell'Altrove feiert 2026 seine zehnte Ausgabe und kehrt am 5. und 6. September mit einem Programm zurück, das Literatur, Journalismus, Zeitgeschehen, Musik und Unterhaltung miteinander verbindet.

Der Schriftsteller Matteo Porru, künstlerischer Leiter des Festivals, bringt einige der interessantesten Stimmen der italienischen Kultur ins Herz von Trexenta. Zu den Gästen zählen Valerio Lundini, Sonia Bergamasco, Vincenzo Mollica, Antonio Padellaro, Gaja Cenciarelli, Federico Ruffo, Gabriella Genisi und Antonella Lattanzi. Diese Sonderausgabe richtet den Blick in die Zukunft, aber auch in die Erinnerung, mit einer Reise zur Wiederentdeckung des Werks von Giulio Angioni, einem Schriftsteller und Anthropologen aus Guasila und einem der großen Erzähler des zeitgenössischen Sardiniens. „Innerhalb von zehn Jahren hat sich das Festival dell’Altrove zu einem festen Bestandteil der Kulturlandschaft und zu einem wichtigen Element der Identität von Trexenta auf Sardinien entwickelt“, betont Guasilas Bürgermeisterin Paola Casula. „In Guasila haben wir Schriftsteller, Journalisten, Künstler und Intellektuelle willkommen geheißen und gleichzeitig zur Förderung des Tourismus in der Region beigetragen. Kultur wird so zu einem konkreten Instrument, um unsere Städte, ihre Geschichte und ihre Gemeinschaften bekannt zu machen.“ Das Festival wird von der Gemeinde Guasila mit Unterstützung der Region Sardinien – Abteilung für öffentliche Bildung – und der Fondazione di Sardegna gefördert und vom Verband der lokalen Behörden (ACS) organisiert.

Das Programm beginnt am Samstag, dem 5. September, um 18:00 Uhr mit Bruno Luverà und Vincenzo Mollica, die gemeinsam mit Elena Laudante „I Love Rock Triglie“ (Rai Libri, 2025) vorstellen. Das Buch porträtiert Andrea Camilleri anhand von Mollicas Begegnungen und Gesprächen mit dem sizilianischen Schriftsteller über einen Zeitraum von zwanzig Jahren. Um 19:00 Uhr präsentiert Antonio Padellaro im Gespräch mit Maria Chiara Esposito „When We Were Happy“ (Piemme). Der Journalist und Gründer von Il Fatto Quotidiano verwebt persönliche Erinnerungen mit kollektiven Erfahrungen und schildert so die Veränderungen in Italien der letzten Jahrzehnte. Um 20:00 Uhr stellt Federico Ruffo, Moderator von „Mi manda“ auf Rai 3, zusammen mit Paolo Mastino „Black Sea“ (Rai Libri, 2025) vor. Um 21:30 Uhr interviewt Matteo Porru Sonia Bergamasco zu ihrer Karriere in Film, Theater und Fernsehen. Anschließend präsentiert Tommaso Giartosio, die Stimme von Rai Radio 3, die Reihe #ilmiogiulio, die sich der Wiederentdeckung des Werks von Giulio Angioni widmet. Musikalische Einlagen liefern Sergio Piras und Rox Camellini. Am Sonntag, dem 6. September, um 17:00 Uhr, stellt Gaja Cenciarelli im Gespräch mit Sofia Landolfi den Roman „Der Revolutionär und der Lehrer“ (Marsilio) vor. Der Roman, der auf Empfehlung von Serena Dandini für den Strega-Preis nominiert wurde, verwebt die Geschichte zweier uruguayischer Tupamaro-Revolutionäre während der Diktatur der 1970er-Jahre mit der eines Lehrers in prekären Verhältnissen im heutigen Rom. Um 18:00 Uhr präsentiert Gabriella Genisi gemeinsam mit Paola Pilia „Der Spiegel des Teufels“ (Rizzoli, 2026). Um 19:00 Uhr stellt Antonella Lattanzi im Gespräch mit Ludovica Mauri „Chiara“ (Einaudi, 2025) vor. Die zehnte Ausgabe endet um 21:30 Uhr mit einem Interview von Matteo Porru mit Valerio Lundini. Am zweiten Tag findet außerdem das Event #ilmiogiulio mit Tommaso Giartosio statt, musikalisch untermalt wird es von Ilaria Porceddu und Emanuele Contis.

Das Festival bestätigt damit Guasilas Anspruch, zwei Tage lang ein Ort der Begegnung und des Austauschs zu sein, der die Grenzen dieser kleinen Stadt in Trexenta überschreitet. Das zehnjährige Jubiläum bietet zudem die Gelegenheit, die Beziehung zu Giulio Angioni zu erneuern und seine Bedeutung über die Grenzen Sardiniens hinaus zu bekräftigen. Die Reise wird am 25. Oktober fortgesetzt, wenn Guasila das Finale der zehnten Ausgabe des Giulio-Angioni-Preises ausrichtet, der dem Andenken und dem Vermächtnis des Schriftstellers und Anthropologen gewidmet ist. Dies ist ein weiterer Schritt im Projekt der „Wiedergutmachung“, das die Stadt zu einem Zentrum kultureller Produktion und Verbreitung machen soll – im Namen eines Schriftstellers, der Sardinien aus europäischer Perspektive zu beschreiben vermochte.

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