Ein weiterer Verdächtiger im Mordfall Mocci in Monserrato.
Ein fünfter junger Mann aus Selargius wird wegen des Verbrechens vom vergangenen April verdächtigt. Die Staatsanwaltschaft entschied im Zuge der Ermittlungen, dass vier Personen festgenommen werden.RIS am Tatort des Mordes an Leonardo Mocci (L'Unione Sarda)
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Im Fall des Raubmordes an Leonardo Mocci, dem 23-Jährigen aus Villacidro, der in der Nacht vom 22. auf den 23. April auf der Piazza Settimio Severo in Monserrato durch einen Schuss in die Brust getötet wurde, gibt es einen fünften Verdächtigen. Die Staatsanwälte Enrico Lussu und Diana Lecca, die den Fall leiten, haben den 22-jährigen Cristian Vacca aus Selargius, dessen Wohnung ebenfalls von den Carabinieri durchsucht wurde, über die beiden Anklagepunkte informiert. Es ist derzeit unmöglich festzustellen, welche Rolle die Ermittler ihm zuschreiben. Und damit nicht genug: Gerüchten zufolge wollen die Ermittler der Staatsanwaltschaft in Kürze den Namen einer sechsten Person nennen, gegen die ermittelt werden soll.
Die Untersuchung
Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Cristian Vacca sich zum Zeitpunkt des Mordes an Leonardo Mocci auf der Piazza Settimio Severo aufhielt. Es wird jedoch vermutet, dass seine DNA an Zigarettenstummeln gefunden wurde, die RIS-Ermittler gesichert haben und derzeit in den Laboren von San Bartolomeo analysieren. Es ist möglich, dass der junge Mann aus Selargius vor dem Raubüberfall und Mord dort vorbeikam. Erst der zweite Teil der einzigartigen technischen Untersuchungen wird die Situation aufklären können.
Der Kauf
Das Opfer und sein Freund und Dorfbewohner Filippo Frau sollen sich am Treffpunkt in Monserrato aufgehalten haben, um etwa drei Kilogramm Haschisch für 10.000 Euro zu kaufen. Dort schnappte die Falle zu und endete tragisch. Auf Antrag der Staatsanwälte Lussu und Lecca ordnete Richterin Claudia Sechi die Untersuchungshaft für die Brüder Gianmarco und Filippo Tunis aus Pirri ( 24 bzw. 20 Jahre alt) sowie für den 22-jährigen Daniel Campus aus Quartu an, der als Drahtzieher des Überfalls gilt. Campus hat seinen Verteidiger gewechselt und wird nun von Herika Dessì vertreten.
Die Untersuchung
Es ist weiterhin unklar, wer tatsächlich den Schuss abgegeben hat und welche Rolle die einzelnen Verdächtigen möglicherweise spielen. Riccardo Floris, der Anwalt der Brüder Tunis, hat unterdessen beim Obersten Kassationsgerichtshof Berufung gegen die Entscheidung des Revisionsgerichts eingelegt, die einstweilige Verfügung gegen seine Mandanten aufrechtzuerhalten. Nicholas Minio hatte zuvor über seine Anwälte Stefano Piras und Roberto Peara eine ähnliche Berufung eingelegt. Die Familie des Opfers wird von Fabio Basile vertreten.
Francesco Pinna
