Mehrere Dutzend Menschen marschierten heute Abend die Via Garibaldi und die Via Manno entlang und verteilten Blumen mit angebrachten QR-Codes. Ein Scan der Codes enthüllt den genauen Grund für die Initiative: die Aufmerksamkeit auf die anhaltende Repression des Regimes der Islamischen Republik im Iran zu lenken, trotz des internationalen Schweigens. In den letzten Tagen führten spontane Demonstrationen zu Tötungen, Verschwindenlassen und Massenverhaftungen. Laut unabhängigen NGOs sind bisher Zehntausende Menschen getötet und ebenso viele verhaftet worden.

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Die heutige Veranstaltung in Cagliari, organisiert von der Tonino-Pascali-Vereinigung – Sardegna Radicale zusammen mit den Jungen Europäischen Föderalisten, verzeichnete auch die Teilnahme zahlreicher in der Hauptstadt lebender Iraner und fand zeitgleich mit anderen Städten weltweit anlässlich des Globalen Aktionstags statt. „Am Valentinstag wollen wir der jüngsten Opfer im Iran und der Lieben gedenken, die durch Kugeln und Gefängnisse jäh beendet wurden“, sagten einige der anwesenden Iraner. „Wir fordern ein Ende der Repression, die sofortige Freilassung politischer Gefangener, freien Internetzugang und die vollständige Einstellung der Finanzierung des Regimes.“ Laura Di Napoli von Sardegna Radicale merkte an, dass im Iran selbst die Liebe der Kontrolle der Ayatollahs unterliege. „Man darf sich nicht öffentlich küssen, wenn man nicht verheiratet ist, und wer offen über queere Liebe spricht, riskiert Gefängnis und Tod.“ Emanuele Palomba von den Jungen Europäischen Föderalisten erinnerte an die menschlichen Kosten der Repression: „Beziehungen zerbrachen, Familien zerstört, Leben ausgelöscht, weil sie Freiheit, Würde und eine Zukunft forderten.“ Die Demonstranten schlossen sich anschließend einer Demonstration für Rojava und das kurdische Volk an und betonten die Verbindung zwischen den Kämpfen der Iraner und Kurden.

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