Ein Sohn getötet, der andere wegen Mordes im Gefängnis: die Trauer der Mutter der Brüder Pintus.
Pater Giulio Madeddu bei der Beerdigung der 42-jährigen Andrea, die von dem 39-jährigen Alessandro erschossen wurde: „Manchmal kann selbst der Glaube die Tränen nicht zurückhalten.“Video di Giorgia Daga
Die Worte des Pfarrers Don Giulio Madeddu hallen durch die fassungslose Kirche in Santo Stefano di Quartu: „Es gibt Momente“, sagt der Priester, „in denen selbst der Glaube die Tränen nicht zurückhalten kann und selbst einem Priester die Worte fehlen, um zu erklären, was geschehen ist.“
Die vielen Menschen in den Kirchenbänken lauschen in einer Stille, die nur vom Jubel der Fächer unterbrochen wird. Sie sind gekommen, um Andrea Pintus, dem 42-Jährigen, der am Donnerstagmorgen in Quartu von seinem Bruder Alessandro erschossen wurde, die letzte Ehre zu erweisen. Vor dem mit Rosen und weißen Gerbera bedeckten Sarg sitzt die Mutter des jungen Mannes, Bernardetta, mit einem Gesicht voller Trauer da. Sie sitzt regungslos da, während Verwandte an ihrer Seite versuchen, sie zu trösten. Sie bewegt sich nicht, ihr ist übel; sie geben ihr Wasser. Sein Vater konnte jedoch nicht an der Beerdigung teilnehmen. Er leidet zu sehr und ist zu Hause geblieben.
„In den letzten Tagen“, fährt der Priester fort, „hat eine Tragödie viele Menschen getroffen. Ein Bruder verlässt uns, eine Frau kämpft um ihr Leben, und das Leben eines Mannes ist von einer schweren Verantwortung geprägt.“
Am Ende der Zeremonie begleiten die Jagdfreunde den Sarg zum Friedhof: Alle in Grün gekleidet, lassen sie grüne Ballons in den Himmel steigen. Die Mutter des jungen Mannes wirft sich auf den Sarg und wiederholt immer wieder: „Wie soll ich das nur tun? Mein Sohn, mein Sohn, es gibt keinen Trost.“
Aus der Ferne ruft ein anderer Verwandter: „Er ist umsonst gestorben, er ist umsonst gestorben.“