Ein Shop gegen Abwanderung: „Terre Ritrovate“ eröffnet in Cagliari.
Die Initiative fördert Produkte von Gerrei und unterstützt die Arbeit im sardischen Hinterland.Ein Laden gegen die Entvölkerung. Der erste physische Standort von „Terre Ritrovate“, dem Projekt zur Förderung von Gerrei-Produkten und zur Unterstützung von Projekten im sardischen Hinterland, wurde heute Morgen in der Via Sant'Ignazio in Cagliari eröffnet.
Die Regale bieten Wein, Honig, Öl, Käse und andere regionale Produkte an, doch das Ziel der Initiative geht über den reinen Verkauf hinaus. Das Projekt will neue Chancen für lokale Erzeuger schaffen und der Abwanderung aus Dörfern im Landesinneren entgegenwirken.
„Die Eröffnung dieses Ladens ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität, aber auch der Entwicklung und der Förderung von Arbeitsplätzen“, erklärt der Erzbischof von Cagliari, Monsignore Giuseppe Baturi. „Die Produkte stammen aus der Region Gerrei, die mit Problemen wie Entvölkerung, Landaufgabe und der Abwanderung vieler junger Menschen zu kämpfen hat. Mit dieser Eröffnung möchten wir unseren Willen unterstreichen, weiterhin in qualitativ hochwertige Arbeit und die Region zu investieren – dank einer Solidarität, die Produzenten und Käufer von Qualitätsprodukten verbindet, nicht im Geiste der Ausbeutung, sondern der gegenseitigen Unterstützung.“
Das Projekt ist das Ergebnis eines Prozesses, der vor einigen Jahren begann und an dem die Diözese, Caritas und zahlreiche lokale Organisationen beteiligt waren.
„Hinter dieser Einweihung steckt viel Arbeit“, betont Don Marco Lai. „Verlassene Gebiete werden wiederentdeckt, Produkte, die vom Verschwinden bedroht waren, haben stattdessen eine neue Bestimmung gefunden. Es ist ein Weg gegen die Entvölkerung, der die Menschen und unser Land in den Mittelpunkt stellt.“
Der neue Laden wird somit zu einem Ausstellungs- und Verkaufsraum, aber auch zu einem Ort, an dem ein anderes Entwicklungsmodell propagiert wird.
„Wir wollen eine neue ethische Wirtschaft aufbauen“, resümiert Don Marco. „All dies wurde durch Caritas, das Sozialunternehmen und unsere Fürsorge für die Menschen ermöglicht. Wir hoffen, dass dies erst der Anfang für das weitere Wachstum des Projekts ist.“
