„Ein Mann hätte mich beinahe umgebracht. Frauen, lasst uns zusammenhalten: Lasst uns Lärm machen!“ – Appell von Valentina Pilia
Die Flamencolehrerin war in Mulinu Becciu von einem 52-jährigen, abgewiesenen Mann angeschossen worden, der sich anschließend selbst das Leben nahm: Nun bricht sie ihr Schweigen.Video da Ig
Er blickte dem Tod ins Auge. Und das ist keine bloße Redewendung; am 12. Juli erschien der 52-jährige Cristian Musu bewaffnet mit einem Gewehr in Mulinu Beccius Turnhalle in Cagliari, wo sie Tanz unterrichtet. Er schoss auf sie, wandte sich dann, nachdem er weggegangen war, selbst und nahm sich das Leben.
Eine erschütternde Erfahrung für Valentina Pilia. Nach wochenlangem Schweigen beschloss sie, ihr Schweigen mit einem Video zu brechen: „Weil zu viele von uns irgendeine Form von Gewalt erleiden. Lasst uns Lärm machen.“
Ein Ventil. Ein Video, das wie ein Stein im Teich wirkt. Denn sie lebt, anders als andere Frauen, die Opfer männlicher Gewalt werden, und sie will, dass es anderen Frauen nicht passiert.
Musu tauchte in der Turnhalle auf, aus der er wegen seines aufdringlichen Verhaltens geflogen war. Er wollte sich das schnappen, wovon er geträumt hatte, doch es wurde ihm verwehrt: eine Frau. Es geschah in Cagliari, wie schon so oft zuvor. Doch in Mulinu Brecciu überlebte die Frau, die er begehrte, glücklicherweise.
„Ich wurde bedroht und beinahe von einem Mann getötet. Ich erzähle diese Geschichte, weil ich hier bin, weil ich lebe, und weil mein Arbeitsplatz, mein Frieden und meine Ruhe verletzt wurden. Und weil so viele von uns, viel zu viele, immer noch unter irgendeiner Form von Gewalt leiden“, sagt Valentina Pilia.
„Wir schließen uns zusammen“, fügt sie hinzu, „um ein immer dichteres und engeres Netzwerk aufzubauen. Wenn ihr also mehr erfahren und mitmachen wollt, kontaktiert mich, schreibt einen Kommentar, folgt mir und lasst eure Stimme hören. Lasst uns gemeinsam etwas bewegen!“ Ein Aufruf an alle Frauen.
