In der Arena an der Via Beethoven geht es nicht nur um ein Basketballspiel: Es ist die Geschichte von Familie, Leidenschaft und Kontinuität. Es ist die Geschichte von Basket Quartu, die an der MSP Open Gold Championship teilnehmen. Und eine Besonderheit macht dieses Team einzigartig: Vier Väter und vier Söhne stehen gemeinsam auf dem Spielfeld. Die Protagonisten sind die Väter Marco Chessa, Arturas Gruodis, Andrea Pisanu und Lanfranco Petronelli sowie ihre Söhne Jordan, Martynas, Davide und Luca. Acht Spieler, die durch ein gemeinsames Band – sportlich wie familiär – verbunden sind und den Geist des Quartu-Clubs perfekt verkörpern.

Auf dem Spielfeld

Jordan Chessa, 19, spielt seine erste Saison bei Basket Quartu an der Seite seines Vaters Marco und erzählt von der Begeisterung: „Mit meinem Vater zu spielen ist etwas ganz Besonderes. Er ist nicht nur ein Teamkollege, sondern mein Vorbild. Selbst Kritik ist eine Lektion; jedes Training ist eine Lebenserfahrung. Er hat mir seine Leidenschaft für Basketball schon als Kind mitgegeben, und jetzt ist sie ein fester Bestandteil unseres Lebens. Diese Leidenschaft verbindet uns, schafft eine einzigartige Verbindung auf dem Spielfeld; er kennt jede meiner Bewegungen, ohne uns auch nur anzusehen. Diese Bindung lässt sich kaum in Worte fassen.“ Chessa erklärt, wie dieses Familienteam fast zufällig entstanden ist: „Persönliche Entscheidungen, Vereinswechsel, alte sportliche Verbindungen, die sich zu einer Gruppe verflechten, in der Väter und Söhne die gleiche Umkleidekabine teilen – ein Gefühl, auf das ich sehr stolz bin.“

Die Leidenschaft

Andrea Pisanu, Trainer und Davides Vater, betont ebenfalls den menschlichen Wert dieser Erfahrung: „Ich spiele Basketball, seit ich neun Jahre alt bin, und heute, mit fast 69, ist es ein fester Bestandteil meines Lebens. Diese Leidenschaft an meine beiden Söhne weiterzugeben, ist mir eine große Ehre. Mein erstes Turnier habe ich mit Davide gespielt, als er 16 war, und jetzt, mit 39, ist der Nervenkitzel, mit ihm zu spielen, immer noch einzigartig und außergewöhnlich, eine ungeheure Befriedigung. Ich bin nicht nur Spieler, sondern auch Kapitän; wenn ich entscheiden muss, wer zum Einsatz kommt, gibt es eine Regel: Auf dem Spielfeld gibt es keine Bevorzugung. Sie sind Teamkollegen wie alle anderen, aber Siege, Opfer und Leidenschaft mit ihnen zu teilen, ist etwas ganz Besonderes. Und der Erfolg meines Sohnes ist sogar noch schöner als mein eigener.“

Die Geschichte

Das Team erlebt eine Saison auf hohem Niveau: Sie kämpfen um den Gruppensieg und wollen die Playoffs in Bestform erreichen. Dieser Erfolg würde die Stärke der Mannschaft, die sich in den letzten Jahren bereits bewährt hat und in den vergangenen vier Spielzeiten zwei Meisterschaften gewann, erneut unterstreichen. Basket Quartu ist ein traditionsreicher Verein aus der Region: Seit 1972 aktiv, zählt er zu den Aushängeschildern des lokalen Basketballs. Alle Väter trugen im Laufe ihrer Karrieren das Trikot von Quartu und schrieben wichtige Kapitel in der Vereinsgeschichte. Heute, Jahre später, kehren sie mit ihren Söhnen auf dasselbe Spielfeld zurück und schlagen so eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In einer Liga mit stark schwankendem Durchschnittsalter, in der junge Spieler und Veteranen nebeneinander spielen, hat Basket Quartu seine Balance genau durch die Stärke seiner Mannschaft gefunden. Eine Mischung aus Erfahrung, Begeisterung und tiefem Zusammenhalt treibt das Team zu großen Zielen an.

Elena Manca

© Riproduzione riservata