Zwölf Millionen Euro fließen in den Aufbau einer neuen regionalen Kapazität für Beobachtung, Überwachung und Risikoanalyse. Diese integriert unbemannte Luftfahrtsysteme, Satelliten-Erdbeobachtung und fortschrittliche Datenverarbeitung. Dies ist eine der innovativsten Säulen der Maßnahmen, die der Regionalrat mit der jüngsten Haushaltsänderung beschlossen hat. Im Zeitraum 2027–2028 sind sieben Millionen Euro für das regionale UAS-Programm vorgesehen. Weitere fünf Millionen Euro stehen im selben Zeitraum für den Erwerb von Satelliten-Erdbeobachtungsdiensten zur Verfügung. Diese werden zusammen mit fortschrittlicher Datenverarbeitung in einer einheitlichen Wissensinfrastruktur zusammengeführt.

Das Drohnenprogramm nutzt die in den letzten Jahren von der Generaldirektion für Katastrophenschutz und dem Forst- und Umweltüberwachungskorps (CFVA) gesammelten Erfahrungen und erweitert das Potenzial für den Einsatz von UAS-Technologien: Branderkennung und Unterstützung von Brandbekämpfungsmaßnahmen, Suche und Rettung von Vermissten, Überwachung hydrogeologischer und wasserbezogener Risiken, Forstwirtschaft, Küstenlinien und Meeresverschmutzung, Überwachung von Industrie- und Umweltrisiken, Kartierung von Gefahrengebieten und Unterstützung der Kommunikation in Notfällen.

Die Ausrüstung kann vom regionalen Katastrophenschutz für die Zwecke der Vorhersage, Prävention, Hilfeleistung und Notfallmaßnahmen sowie in koordinierter Weise auch zur Unterstützung der Umweltüberwachungs- und -kontrollfunktionen der CFVA eingesetzt werden.

„Wir sind nicht an Technologie als Selbstzweck interessiert. Uns interessiert“, sagt die regionale Umwelträtin Rosanna Laconi, „daran, welche Möglichkeiten uns die Technologie bietet, früher zu handeln und wie Einsatzkräfte bessere und schnellere Entscheidungen treffen können. Ein frühzeitig erkannter Brand, ein präziser erfasstes hydrogeologisches Problem, eine schneller gefundene vermisste Person können den Erfolg eines Einsatzes grundlegend verändern.“

Drohnen werden durch Satellitendienste ergänzt, die als Dienstleistung bezogen und über eine regionale Verarbeitungs- und Prognoseplattform integriert werden: Radar- und optische Daten, hochauflösende Produkte und Analysetools stehen den Bereichen Zivilschutz, Umweltschutz, Landwirtschaft, Infrastruktur und Umweltüberwachung zur Verfügung. Die neue regionale Verordnung stärkt zudem den Grundsatz der Informationsinteroperabilität und verpflichtet die Systemkomponenten zum Austausch relevanter Daten über das Zivilschutz-Informationssystem.

„Drohnen, Satelliten und Informationssysteme“, so Stadtrat Laconi abschließend, „müssen Teil desselben Wissensökosystems werden. Prävention bedeutet in erster Linie, das Gebiet zu kennen und Risikosignale frühzeitig zu erkennen, was die Geschwindigkeit und den Erfolg von Interventionen verbessern wird.“

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