Die Zukunft der Flughäfen: „Fusionen sind unnötig; integrierte Systeme sind nötig.“
Das Regierungsdokument weist darauf hin, dass das Mameli-Terminal in Cagliari ebenfalls von strategischer Bedeutung für den Güterverkehr ist. Calledda (M5S): „Eine Privatisierung würde das Ganze erschweren.“Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Nach den Urteilen des Rechnungshofs und der Nationalen Antikorruptionsbehörde droht die Privatisierung der sardischen Flughäfen mit dem Nationalen Flughafenplan (NAP) 2026–2035 zu kollidieren. Die Regierung verabschiedete den Plan im Mai; er wird nach Abschluss der strategischen Umweltprüfung vollständig umgesetzt.
Gegensätzliche Positionen
Die erste große Diskrepanz zwischen dem sardischen Szenario und der vom Verkehrsministerium befürworteten „Systemplanung“ findet sich erst auf Seite 71. Dieses Ministerium empfiehlt den Regionen, „den Aufbau von Flughafensystemen durch die Integration und Zusammenarbeit der Managementgesellschaft zu fördern, ohne notwendigerweise subjektive Änderungen der Eigentumsverhältnisse der Konzessionsverträge vorzunehmen“. Dies steht im krassen Gegensatz zu dem, was die Regierung Todde mit dem Erwerb eines 9,25-prozentigen Anteils an der künftigen Inselholdinggesellschaft für 30 Millionen Euro erreichen will.
Die Vision
Für die Regierung und die ENAC, die italienische Zivilluftfahrtbehörde, die gemeinsam mit dem Ministerium an der PNA arbeitete, sind „Konnektivität und gemeinsame Erreichbarkeit“ Schlüsselaspekte für die Gestaltung von Flughafensystemen. Dies bedeutet, dass Flughäfen Mobilität gewährleisten und gleichzeitig „die verschiedenen Möglichkeiten der Intermodalität verbessern“ müssen. Die PNA berücksichtigt zudem die zentrale Bedeutung des Flughafens Mameli in Cagliari auf Sardinien. „Deshalb darf sein öffentlicher Charakter in keiner Weise beeinträchtigt werden“, so Pino Calledda, Stadtrat von Cagliari und Mitglied der Fünf-Sterne-Bewegung, der sich – anders als Toddes Partei – gegen das Vorhaben ausspricht.
Welleneffekt
Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die neue Vision, die der Nationale Plan (PNA) Cagliari als „bedeutenden Flughafen zur Unterstützung des Wachstums des Güterverkehrs“ – neben Malpensa, Fiumicino, Venedig, Brescia, Taranto, Ancona, Catania und Lamezia Terme – zuweist, ebenfalls untergraben wird. „All diese Bedingungen sind unvorhersehbar, sollte die von F2I Ligantia, der Handelskammer und der Region initiierte Operation zustande kommen“, so Calledda abschließend.
Alessandra Carta
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