Der Regionalrat hat den Ausnahmezustand bis zum 22. Januar 2027 ausgerufen. Regierungsquellen deuten zudem auf einen Fonds in Höhe von einer halben Milliarde Euro hin, um die unmittelbare Situation nach Harrys Tod auf Sardinien zu bewältigen.

Die Wiederaufbaumaßnahmen in Cagliari und Rom verlaufen auf zwei unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Wegen. Gestern besuchte Fabio Ciciliano , Leiter des Nationalen Zivilschutzes, Poetto zu einem Inspektionsbesuch und bestätigte das Ausmaß der Schäden. Besonders dringlich ist die Staatsstraße 195 , die zwischen Kilometer 5 und 11 gesperrt ist. Sie bleibt vorerst bis zum 30. Januar gesperrt. Danach wird sich die Lage weiterentwickeln. Besonders problematisch ist die Situation, da gut 3.000 Meter Straße parallel zum Strand verlaufen. Zwei Lösungsansätze wurden vorgeschlagen: entweder der Bau einer Steinbarriere, um die Wucht des Wassers abzufedern, oder der Bau einer Ausweichroute.

Es ist noch zu früh, um zu sagen, wie die aus Rom kommenden Mittel verwendet werden. Die von der Regierung vorgeschlagene halbe Milliarde Euro muss die Schadensberichte der Gemeinden berücksichtigen – Dokumente, die der Regionalrat gestern zur Verabschiedung des regionalen Notstands herangezogen hat. „Dies ist ein langer und komplexer Prozess, der am Mittwoch von Umwelträtin Rosanna Laconi angestoßen wurde“, sagte Präsidentin Alessandra Todde . „Ich habe von der Regierung Zusicherungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Mitteln erhalten, unter anderem aus EU-Fördermitteln.“

In den von Hurrikan Harry getroffenen Gebieten von Ogliastra bis Baronia sowie in Cagliari, Sulcis, Campidano und Gallura dauern die technischen Überprüfungen öffentlicher und privater Gebäude an. Auch die lokalen Behörden und Unternehmen sind mit den Aufräumarbeiten beschäftigt: Harrys Durchzug hinterließ Trümmer und große Mengen Plastikmüll. Die höchste Warnstufe (Rot) galt von Sonntag, dem 18. Januar, 21:00 Uhr, bis Mittwoch, 24:00 Uhr.

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