Abkommen abgelehnt: Die Region lehnt die Regasifizierungsanlage in Giorgino ab. Die Regierung von Alessandra Todde will keine feste, landbasierte Anlage in der Nähe der Stadt – sie würde unweit von Villaggio Pescatori liegen –, da, so die Argumentation in Villa Devoto, die im Dekret des Ministerpräsidenten festgelegten Richtlinien schwimmende und somit vor der Küste gelegene Anlagen bevorzugen. Diese Richtlinien sind jedoch nicht endgültig.

Das Regierungsdokument ist ein Rückschlag für den 2017 von IS Gas eingeleiteten Prozess, der die Leitung an Sardinia LNG übergab. Das 120 Millionen Euro teure Investitionsprojekt sieht den Bau eines LNG-Regasifizierungsterminals und eines Speichers mit einem Fassungsvermögen von 22.000 Kubikmetern vor. Dazu gehören eine Anlegestelle zum Anschließen und Entladen von LNG-Tankern sowie kryogene Rohrleitungen für den Transport des Flüssiggases zum Anlagengelände. Das Terminal, so heißt es weiter, werde die Installation von 18 kryogenen Tanks, 9 Pumpeneinheiten, 40 Umgebungsluftverdampfern und einer Anlage zur Filterung, Messung und Odorierung von Erdgas umfassen.

Das Umweltministerium gab am 24. März 2021 eine positive Bewertung der Umweltverträglichkeit des Projekts ab . Während Rom zustimmte, ließen sich einige in Cagliari mit der Reaktion Zeit. Sardinia LNG warnte die Region daraufhin und legte beim Regionalen Verwaltungsgericht (TAR) Berufung ein. Im vergangenen März forderte das Verwaltungsgericht den Regionalrat auf, innerhalb von 30 Tagen Stellung zu nehmen. Die Regierung Todde kam dieser Aufforderung nach und wies die Vereinbarung zurück.

Die Resolution erinnert an die negative Stellungnahme des Stadtrats von Cagliari vom vergangenen Februar: Palazzo Bacaredda habe die Bedenken der Bewohner des Fischerdorfes berücksichtigt, die die potenziellen negativen Auswirkungen des Projekts befürchteten.

Todde, der den Antrag dem Rat vorlegte, zitierte „den endgültigen Text des Ministerpräsidentenerlasses zur Methangasgewinnung auf Sardinien, der ausschließlich schwimmende Regasifizierungsanlagen im Hafengebiet vorsieht. Dies sei eine spezifische Strategie, die mit dem temporären Charakter der Methannutzung als Übergangsenergiequelle – einem Schlüsselelement der regionalen Energiewendestrategie – verknüpft ist.“ Die vorgeschlagene Regasifizierungsanlage hingegen sei „fest und strukturell angelegt und Teil eines starren, langfristigen technologischen Rahmens, der mit der regionalen Planungsvision unvereinbar ist. Diese erfordere vielmehr flexible, skalierbare Lösungen, die nicht geeignet seien, das Gebiet dauerhaft einzuschränken.“ Daher die Ablehnung. Berufung des Unternehmens ist so gut wie sicher.

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