Die Proteste der sardischen Hirten gehen weiter: „Es ist schlimmer als 2019. Sofort wird eine Sitzung zu den Milchpreisen einberufen.“
Heute Morgen fand in Tramatza eine gut besuchte Versammlung statt. Um weitere Proteste zu vermeiden, wurde ein Treffen mit Erzeugern, Konsortien und der Region beantragt.Die Produktionskosten steigen, während die Milchpreise wieder fallen. Und die Hirten, die eine Wiederholung einer bereits erlebten Situation befürchten, bereiten eine neue Mobilisierung vor.
Heute fand in Tramatza, sieben Jahre nach dem Aufstand, der zu spektakulären Protesten mit verschütteter Milch auf den Straßen führte, ein neues Treffen statt. „Wir wollen über die Probleme des Sektors und den Preis der nächsten Milchkampagne informiert werden, die Ende Oktober beginnt, ohne die Schlusszahlung im Februar abzuwarten“, erklärten die Sprecher Gianuario Falchi , Fabio Pisu , Mario Carai und Nenneddu Sanna . „Die vorherige Kampagne endete bei 1,40 €, aber die Produktionskosten erdrücken uns, wenn man bedenkt, dass Agrardiesel 1,60 €, Dünger 1,20 € und ein Hektar Weideland 500–600 € kostet. Verglichen mit 2019 sind wir in einer schlechteren Lage, weil wir, die Erzeuger, die Folgen der globalen Krise zu spüren bekommen.“
„Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden“, fahren sie fort, „denn wir können nicht länger mit Verlust produzieren: Wie schon 2019 müssen wir unsere Arbeitsplätze retten.“
Daher die Bitte um ein Treffen zur Besprechung der bevorstehenden Milchkampagne auf Sardinien mit allen Akteuren des Sektors: Hirten, Verarbeiter (Genossenschaften und Industrieunternehmen), Konsortien – beginnend mit dem Pecorino Romano-Konsortium – und den Ministerien für Landwirtschaft und Gesundheit, letzteres für Tierkrankheiten, insbesondere Rinderdermatitis und Blauzungenkrankheit.
Wenn ihre Forderung ungehört bleibt , sind die sardischen Bauern bereit, erneut auf die Straße zu gehen. Laut einer ersten Schätzung müsste der Mindestpreis pro Liter bei 1,60 € liegen, damit die Schafsmilchproduktion überhaupt ein Einkommen ermöglicht.
Zu den während des Treffens geäußerten Bedenken gehörte der aktuelle Preis für Pecorino Romano g.U. Die Großhandelspreise für den g.U.-Käse, die wöchentlich in Mailand erfasst werden, sind seit Januar um etwa 11 % gesunken und liegen nun bei 10,30 € pro kg (über acht Monate gereift).
(Unioneonline/AD)
