Im Policlinico-Notfallzentrum begannen gestern Morgen notwendige und dringende Arbeiten, doch die Unannehmlichkeiten verschärfen unweigerlich die chronischen Probleme, und die Auswirkungen sind im gesamten Notfallversorgungsnetzwerk zu spüren.

Der Alarm

Fast überall werden Patienten auf Tragen in den Gängen festgehalten; Krankenwagen und Rettungskräfte sind mit den Patienten an Bord lange Zeit blockiert, sodass manche Bereiche unbetreut bleiben. Wird ein Fahrzeug benötigt, muss es von weit her geschickt werden, manchmal sogar von einer Stunde Fahrt. Daher gibt es keine Garantie für ein sofortiges Eingreifen.

Die vom regionalen Überwachungssystem gestern Abend erfassten Wartezeiten waren katastrophal: neun Stunden für Notfälle mit grünem Code und zehn Stunden für solche mit weißem Code in Monserrato. Um 18 Uhr standen 13 Krankenwagen vor dem Krankenhaus, so Mario Vicentini, Präsident des Rettungsdienstes 118 in Alba.

Gleichzeitig betrug die Wartezeit in Santissima Trinità sechs Stunden, in Brotzu sieben Stunden (bei 14 wartenden Krankenwagen). „Die von der App gemeldeten Zeiten sind Schätzungen“, fügt er hinzu, „was bedeutet, dass sich diese Wartezeiten bei Eintreffen schwerer Fälle noch weiter verlängern werden.“ Pierpaolo Emmolo, Präsident der Koordinierungsstelle Soccor, erklärt: „Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Die Vereine haben mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, auch aufgrund ihrer Vereinbarung mit der Region. Es herrscht Ärztemangel, immer weniger Freiwillige, und die Unzufriedenheit mit einer Tätigkeit, die nicht mehr tragbar ist, wächst.“

Cristina Cossu

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