Während das Jahr 2026 aufgrund der Klimakrise bereits einen Allzeitrekord bei den globalen Meeres- und Ozeantemperaturen verzeichnet hat, zeigt der jüngste Bericht des Projekts „Mare Caldo“ von Greenpeace Italien, dass sich die Meere vor Italien weiter erwärmen , mit Hitzewellen bis in 40 Meter Tiefe, Korallennekrosen oder -bleichen und der Zunahme fremder Arten.

Die Umweltorganisation Greenpeace gab dies bekannt und präzisierte, dass der Bericht Daten analysiert, die im Jahr 2025 an 14 italienischen Überwachungsstationen gesammelt wurden, von denen sich 13 in Meeresschutzgebieten befinden und mit Unterwasserthermometern und regelmäßigen Kontrollen durchgeführt werden.

Im Jahr 2025 registrierten Greenpeace-Thermometer in allen 14 Untersuchungsgebieten des Projekts „Mare Caldo“ anhaltende Episoden hoher Temperaturen , sogar in der Tiefe.

„Das Mittelmeer verändert sich rasant, und die Auswirkungen der Erwärmung betreffen nicht mehr nur die Meeresoberfläche“, sagt Valentina Di Miccoli. „ Heute beobachten wir, wie thermische Anomalien bis in die tiefsten Lebensräume vordringen und die Gesundheit mariner Ökosysteme, auch in Meeresschutzgebieten, direkt beeinträchtigen. Die wertvollen Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen in diesen Gebieten reichen allein nicht aus, um die marine Biodiversität zu bewahren; eine drastische Reduzierung der Treibhausgasemissionen ist ebenfalls notwendig.“

Die maximale Anomalie der Meeresoberflächentemperatur, die +3,5 Grad Celsius über dem klimatologischen Schwellenwert lag, wurde zwischen Ende Mai und Juli 2025 im Meeresschutzgebiet der Insel Asinara vor Sardinien während einer 41 Tage andauernden Hitzewelle verzeichnet. Weitere signifikante Anomalien wurden bei Capo Carbonara und Tavolara mit +3,46 Grad über dem Durchschnitt, bei Capo Milazzo (Sizilien) mit +2,94 Grad und im Meeresschutzgebiet Plemmirio (Sizilien) mit +2,71 Grad registriert.

Die im Sommer an der Meeresoberfläche angesammelte Wärme wurde durch die vom Wind verursachte Durchmischung der Wassersäule auch in die Tiefe transportiert, wodurch die Temperaturen in einer Tiefe von 30-40 Metern 25 Grad erreichten und die auf dem felsigen Meeresboden lebenden Organismen starkem Stress ausgesetzt waren.

Im Jahr 2025 führte Greenpeace auch auf der Insel Elba (Toskana), im Meeresschutzgebiet Asinara (Sardinien) und im Meeresschutzgebiet Torre Guaceto (Apulien) ein biologisches Monitoring durch. In allen drei Gebieten wurden erhebliche Auswirkungen beobachtet , darunter Nekrosen und Bleichen besonders gefährdeter Arten wie der Gelben Gorgonie Eunicella cavolini und der Koralle Cladocora caespitosa. Gleichzeitig nimmt die Präsenz invasiver Arten wie Caulerpa cylindracea weiter zu.

(Unioneonline/AD)

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