„Die Einsamkeit des Gewölbes.“ Präsentation in Torre delle Stelle
Carlo Sorgias BuchPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Morgen (Samstag, 21:30 Uhr) findet im Clubhaus Torre delle Stelle, das von Touristen und Urlaubern gut besucht sein wird, eine Kulturveranstaltung statt: Carlo Sorgia präsentiert seinen Thriller „La solitudine del caveau“, erschienen bei Dellatorre. Unterstützt wird er von der Sprecherin Alessandra Sorcinelli, und Maristella Fusaro wird Lesungen aus dem Buch geben.
Als Giovanni Jr. volljährig wird, erhält er ein unerwartetes Geschenk. Als sein Vater beginnt, ihm seine Lebensgeschichte zu erzählen, ahnt der junge Mann sofort, dass er „wichtige Offenbarungen“ hören wird, die er sich nie hätte vorstellen können. Das stille Zimmer, in dem die beiden sich befinden, wird so zu einer Art Theater, in dem sich Szenen der überraschenden Reise entfalten, die Jahre zuvor seinen Vater von einem kleinen Ort auf Sardinien nach Brasilien geführt hatte, auf die große Farm zweihundert Kilometer von Belo Horizonte entfernt. Doch die großen Entfernungen sind nicht das Auffälligste an dieser Reise, die weit mehr als nur eine geografische ist; sie ist das Ergebnis einer existenziellen und emotionalen Reise, die ebenso intim wie abenteuerlich ist. Giovannis Leben ähnelt dem vieler anderer. Er ist ein fleißiger Bankangestellter, von seinen Kollegen für seine Erfahrung, seine Hilfsbereitschaft und seine Ruhe geschätzt. Er liebt seine Heimat und die herrliche Landschaft, die er auf seiner täglichen Fahrt zur Arbeit bewundert.
Stolz auf seinen feuerroten Wagen, den er sich gönnte. Selbst seine familiären Enttäuschungen sind nicht allzu außergewöhnlich, schließlich hatte ihn seine Frau einst mit all ihrer List hereingelegt. Letztendlich nährt sein Groll gegen sie Giovannis Traum von der Liebe zu der schönen, begehrenswerten und hingebungsvollen Gigliola. Ein unsterblicher Traum, der dem Lauf der Jahre und dem Dorfgerede trotzt. Und doch stellt ein ganz gewöhnliches Ereignis im Leben vieler von uns, wie der Ruhestand, sein Leben auf schockierende Weise auf den Kopf.
Von der Bankleitung dazu verdammt, seine letzten Tage in der beengten Einsamkeit eines Tresors zu verbringen, findet Giovanni dort die Inspiration, seinen Traum von Freiheit zu verwirklichen. Dieser beengte Raum, dessen Stille nur vom Grübeln seiner Gedanken und dem leisen Rascheln des Geldes, das er mechanisch zählen muss, unterbrochen wird, entpuppt sich weniger als Käfig, sondern als Operationszentrale, von der aus er einen fantastischen, vielleicht sogar teuflischen Plan schmiedet. Er erlebt ihn als wohlverdiente Erlösung und subtile Rache – an seiner Frau, an seinem Chef, zu dem ihn ein ambivalentes Verhältnis aus Verständnis und Misstrauen verbindet, und an dem Leben selbst, das so ungnädig zu ihm war.
