Sardinien bleibt ein Dauerbrenner unter Urlaubern: Die Insel gehört zu den Sommerdestinationen, die Italien zu einem neuen Besucherrekord verhelfen und die 219 Millionen Besucher vor der Pandemie übertreffen. Das ist in der Tourismusbranche eine gefühlte Ewigkeit her. Der Juni schließt überall mit einem positiven Trend ab, auch in unserer Region. Der einzige (große) Wermutstropfen ist der Verkehr: Verspätungen und Störungen prägen den Saisonstart.

Die ersten Daten

Die Ankünfte vom 1. bis 25. Juni stiegen um fast 4 %, genauer gesagt um 3,9 %. Dies entspricht voll und ganz der Prognose des italienischen Tourismusverbands CNA Tourism and Commerce, der für Italien zum Abschluss der Sommersaison 224 Millionen Besucher erwartet. Dieser Anstieg könnte direkte Ausgaben von fast 27 Milliarden Euro generieren. Die Gesamtauswirkungen könnten jedoch 43 Milliarden Euro übersteigen und im besten Fall sogar 48 Milliarden Euro erreichen. Ähnliches wird auch für Sardinien erwartet, das neben der Amalfiküste, Salento, Sizilien, der Riviera Romagna, dem Gardasee und den Dolomiten ganz oben auf der Liste der beliebtesten Reiseziele steht.

Die Reaktionen

„Der Juni war ein positiver Monat“, bestätigt Paolo Manca, Präsident von Federalberghi Sardegna. „Der Juli verlief etwas ruhiger. Aber es besteht kein Grund zur Sorge. Buchungen gehen noch in letzter Minute ein.“ Auch Carlo Amaduzzi, Chef von Assohotel, kommentierte den Juni: „In der Ogliastra lief es sehr gut.“ Er bemerkte einen klaren Trend: „Der Monatsbeginn verlief dank der Wandersaison gut. Besonders Ulassai und Baunei waren sehr gut besucht.“ Und sobald die Hitze in den letzten Tagen zunahm, „verzeichnen wir einen sprunghaften Anstieg der Anfragen für Strandurlaube.“

Flugzeuge

Passagiere, die an den Flughäfen der Insel lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, protestieren zu Recht. Fast überall. Am Freitag hob der Flug Linate-Cagliari um 21:30 Uhr erst um 0:20 Uhr ab. „Aeroitalia“, so Passagier Alessio Cabua, „verweigerte uns die Essensgutscheine, die jedem Passagier nach zweistündiger Verspätung zustehen. Das ist territoriale Kontinuität im Juni.“

Auch am Donnerstag kam es auf der gleichen Strecke, die um 14:30 Uhr abfliegen sollte, zu einer zweieinhalbstündigen Überplanung. Der Flug war um 17:00 Uhr gestartet. Der Tag war völlig unberechenbar, da alle Nachtflüge von Ryanair ab Cagliari verspätet waren: fünfzig Minuten nach Pisa, eineinhalb Stunden nach Malpensa und fast drei Stunden nach Bergamo.

Auch am Freitag startete der ITA-Airways-Flug von Linate nach Alghero um 23:55 Uhr statt um 21:30 Uhr. Zudem kam es bei Aeroitalia-Flügen nach Olbia zu weiteren Verspätungen.

Alessandra Carta

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