„Eine gerechtere, nachhaltigere und respektvollere Regulierung für Kindertagesstätten.“ Dies ist die Forderung, die Assonidi Confcommercio Sud Sardegna an die Stadtverwaltung von Cagliari während der Textprüfung durch den Ausschuss für öffentliche Bildung des Stadtrats richtete.

„Wir begrüßen die Diskussion“, sagt Präsident Claudio Vicentini, „aber wir glauben, dass die Regelung verbessert werden muss, um ein wirklich integriertes, faires und nachhaltiges System zu gewährleisten, das die grundlegende Rolle der angeschlossenen privaten Bildungseinrichtungen respektiert.“

Laut Assonidi besteht der erste Schritt in der Anpassung der Terminologie: „Es ist angemessen, von ‚Bildungsdienstleistungen für die frühe Kindheit‘ zu sprechen“, erklärt Vicentini, „um die Vielfalt der Angebote und die Struktur des integrierten Systems, die die Gesetzgebung vorschreibt, angemessen darzustellen.“

Das Thema der Integration von öffentlichem und privatem Sektor stand ebenfalls im Mittelpunkt der Kommentare. „Es reicht nicht, dies nur zu behaupten: Wir brauchen konkrete Maßnahmen, die alle Einrichtungen verbessern und gleiche Bildungschancen gewährleisten. Heute stehen wir jedoch vor erheblichen Herausforderungen, angefangen bei einer wirtschaftlichen Ungleichheit, die die Entstehung zweitklassiger Einrichtungen birgt. Jahrelang arbeiteten private und beauftragte Kindertagesstätten mit ähnlichen Ressourcen pro Kind und forderten gleichzeitig Gebührenanpassungen. Die jüngste städtische Ausschreibung legte jedoch eine Gebühr von 1.111,87 € pro Monat und Kind für städtische Kindertagesstätten fest, verglichen mit etwa 650 € für beauftragte private Einrichtungen. Dieser Unterschied ist umso gravierender, als beauftragte Einrichtungen auf kostenlose öffentliche Gebäude, Nebenkosten und außerordentliche Instandhaltungsarbeiten zurückgreifen können, die von der Verwaltung übernommen werden, während private Träger diese Kosten selbst tragen müssen. Angesichts gleicher Arbeitsverträge und geforderter Bildungsstandards schafft diese Situation ein strukturelles Ungleichgewicht, das die Nachhaltigkeit der beauftragten Einrichtungen gefährdet.“

Assonidi betont zudem die Notwendigkeit, die Wahlfreiheit der Familien zu stärken. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören die Einrichtung eines ständigen Diskussionsforums, eine systematische Bedarfsanalyse der Familien und eine umfassende Überprüfung der Nachhaltigkeit des Vereinbarungssystems.

(Unioneonline)

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