Der Bürgermeister von Ottana sitzt im Gefängnis, und Pittalis besucht ihn: „Ich werde seine Haftbedingungen überprüfen.“
Der Forza Italia-Abgeordnete in Badu 'e Carros, wo Franco Saba wegen Verstoßes gegen seinen Hausarrest festgehalten wird.Franco Saba
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Der Forza Italia-Abgeordnete Pietro Pittalis wird heute, am 17. Juli, um 12 Uhr mittags das Gefängnis Badu 'e Carros in Nuoro besuchen, wo der suspendierte Bürgermeister von Ottana, Franco Saba, seit mehreren Tagen festgehalten wird.
„Ich werde das Gefängnis Badu 'e Carros in Nuoro besuchen, um mir ein Bild von seinen Bedingungen zu machen. Während dieses Besuchs werde ich mich mit dem Bürgermeister von Ottana treffen, um mich über die Gründe für seine Inhaftierung und seinen Gesundheitszustand zu informieren“, kündigte der Abgeordnete an.
Der Besuch erfolgte im Anschluss an die Entscheidung des Nuoro-Gerichts, die Untersuchungshaft gegen Saba zu verschärfen. Er war nicht aufgrund neuer Erkenntnisse im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen, sondern – laut Anklage – wegen wiederholter Verstöße gegen die ihm auferlegten Auflagen vom Hausarrest ins Gefängnis verlegt worden. Die Richter haben ihn wegen acht mutmaßlicher Verstöße sowie zweier mutmaßlicher Fluchtversuche angeklagt. Als besonders schwerwiegend gilt die Nutzung des Telefons seiner Frau, mit dem Saba trotz des Verbots angeblich Kontakt zur Außenwelt hielt. Laut Ermittlern versuchte er über diese Gespräche Anweisungen zu erteilen, um die Verwaltungsgeschäfte der Gemeinde Ottana weiterhin zu leiten. Die Rekonstruktion der Anklage geht jedoch davon aus, dass die Telefonate nicht der einzige Faktor waren.
Saba soll sich außerdem mit dem Gemeindesekretär, dem Priester Don Borrotzu und anderen politischen Persönlichkeiten im Haus seiner Mutter getroffen haben, im Stockwerk unterhalb des Stockwerks, in dem er unter Hausarrest stand. So konnte er weiterhin Beziehungen zur Außenwelt pflegen und de facto in der Leitung der Institution tätig sein, trotz der Einschränkungen durch die Vorsichtsmaßnahme.
Der Präsident des Nuoro-Gerichts stellte klar, dass die Verlegung ins Gefängnis in keiner Weise mit der Ernennung des neuen Gemeinderats zusammenhängt, sondern ausschließlich mit den dem Verdächtigen vorgeworfenen Verstößen gegen die auferlegten Schutzmaßnahmen.
