Anfang 2026, ein Flug aus Brotzu. Fünfunddreißig Krankenschwestern, zwei Pflegehelfer, vier Verwaltungsangestellte, ein Radiologietechniker und ein Perfusionist verlassen (oder haben gerade verlassen): Insgesamt 43 Mitarbeiter verlassen Arnas, um ins Ausland zu gehen.

Die Zahlen der (kleinen) Diaspora werden in einer Resolution der Personalleiterin des Unternehmens, Maria Teresa Garau, veröffentlicht. Darin wird eine lange Reihe von Kündigungen bestätigt, deren Wirksamkeitsdatum variiert, die aber spätestens im Februar in Kraft treten werden.

Dies ist ein schwerer Schlag – und möglicherweise nicht der einzige – für ein Krankenhaus, in dem Berichten zufolge Personalmangel herrscht und Notfälle an der Tagesordnung sind. Man denke nur an die Berichte der Gewerkschaften über den Notfall der letzten Tage auf der Station Medizin 1, wo Patienten auf Tragen in den Fluren transportiert werden mussten: „Das Pflegepersonal liegt deutlich unter den Mindestanforderungen und -qualifikationen: Das Verhältnis von Pflegekräften zu Patienten beträgt oft nur eine Pflegekraft für 14 bis 15 Patienten.“

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Angesichts der zahlreichen Kündigungen und sofern kurzfristig keine Neueinstellungen erfolgen, dürfte sich die Situation weiter verschärfen: „Wir sprechen dieses Problem schon seit Längerem an“, erklärt Fabrizio Anedda, Provinzsekretär der Cagliari NurSind. „Die hohe Zahl an Kündigungen hängt mit den Auswahlverfahren zusammen, die Versetzungen zu anderen Unternehmen ermöglichten.“ Diejenigen, die Brotzu verlassen, sind jedoch nicht auf sich allein gestellt. Unter ihnen befinden sich auch ehemalige Mitarbeiter mit befristeten Verträgen bei Arnas, die nun unbefristete Verträge, beispielsweise bei der ASL (örtlichen Gesundheitsbehörde), haben: „Aber es gibt auch diejenigen, die bereits unbefristete Verträge hatten und anderswo bessere Arbeitsbedingungen finden. Nicht so wie die Fälle, über die wir bei Brotzu schon länger sprechen. Dort ist der Prozess der Gehaltsanpassung ebenfalls ins Stocken geraten. Irgendwann muss man Bilanz ziehen und Entscheidungen treffen.“

Wie es, wie durchgesickerte Informationen belegen, auch einige Ärzte getan haben, die kürzlich beschlossen, den Piazzale Ricchi zu verlassen.

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