Smartphones sind aus dem Leben älterer Erwachsener nicht mehr wegzudenken. Sie sind nicht nur ein nützliches Werkzeug, sondern auch ein täglicher Begleiter, der Gewohnheiten, Beziehungen und das emotionale Wohlbefinden beeinflusst.

Dies wird durch die Studie „Digitale Großeltern“ bestätigt, die vom nationalen Verband für Technologieabhängigkeit, Gap und Cybermobbing (Di.Te.) in Zusammenarbeit mit Anap Confartigianato (Nationaler Verband der Senioren und Rentner) durchgeführt wurde und Daten aus den Antworten auf einen Fragebogen analysierte, der einer Gruppe von Senioren, darunter auch solchen aus Sardinien, vorgelegt wurde.

Es hat sich ein tiefgreifender Wandel vollzogen: 82,7 % der Befragten nutzen ihr Smartphone täglich, und 40,6 % geben an, viele Stunden am Tag damit zu verbringen. Diese Nutzung geht weit über die reine praktische Funktion hinaus und signalisiert eine Transformation in der Art und Weise, wie wir unsere Zeit, unsere Beziehungen und unseren Alltag gestalten.

„Diese Studie belegt eindeutig, dass Großeltern keineswegs an den Rand der digitalen Revolution gedrängt werden, sondern aktiv daran teilhaben“, erklärt Giovanni Mellino, Präsident von Anap Confartigianato Sardegna. „Smartphones sind aus ihrem Leben nicht mehr wegzudenken: Sie nutzen sie, um mit ihren Kindern und Enkelkindern zu kommunizieren, ihren Tag zu organisieren, sich zu informieren und oft auch, um sich weniger allein zu fühlen. Doch gerade deshalb ist es notwendig, die Auswirkungen dieser intensiven Nutzung zu hinterfragen.“

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage betrifft die Einsamkeit. 21,7 % der Senioren geben an, dass ihr Smartphone ihnen oft oder immer hilft, sich weniger einsam zu fühlen; dieser Prozentsatz steigt bei Alleinlebenden.

„Wenn Technologie zur primären Antwort auf Einsamkeit wird“, betont Mellino, „bedeutet das, dass die Einsamkeit bereits strukturiert ist. Digitale Technologie kann Unbehagen lindern, aber sie kann echte Beziehungen, menschlichen Kontakt oder die Teilnahme am sozialen Leben nicht ersetzen.“

Neben diesen Daten wird auch das Problem des Drucks durch ständige Erreichbarkeit deutlich. 38,8 % der Befragten gaben an, sich verpflichtet zu fühlen, sofort auf Nachrichten oder Anrufe zu reagieren, während 34 % sich unwohl fühlten, wenn sie ihr Smartphone zu Hause vergaßen.

Die Daten zu Online-Sicherheit und Betrugsfällen sind ebenfalls besorgniserregend. 31,7 % der Befragten gaben an, häufig oder immer mit Falschmeldungen oder Betrugsversuchen konfrontiert zu werden , obwohl 46,4 % der Meinung sind, ihre Privatsphäre angemessen schützen zu können.

(Unioneonline/E.Fr.)

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