Das Patroni-Museum in Pula öffnet seine archäologische Schatzkammer wieder.
Neun Zimmer, um Nora und die Umgebung zu entdeckenPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Nach dreizehn Jahren öffnet das Museum „Giovanni Patroni“ in komplett renovierten und erweiterten Räumlichkeiten wieder seine Pforten und lädt Besucher und Studierende ein, die archäologischen Schätze aus Nora und Umgebung zu entdecken. Das vom Architekten Jari Franceschetto in Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Kuratorinnen der Archäologischen Aufsichtsbehörde, Emanuela Atzeni und Chiara Pilo, entworfene Museum bietet nun neun Ausstellungsräume – deutlich größer als die beiden vorherigen – sowie ein Lehrlabor, in dem Besucher die Restaurierung der Artefakte hautnah miterleben können.
Die Leitung des Museums obliegt der Stiftung Pula Cultura Diffusa unter der Leitung von Isabella Atzeni. Es ist Teil eines Kulturnetzwerks, zu dem auch der Archäologische Park Nora, der Torre del Coltellazzo und die kleine Kirche Sant'Efisio gehören und das einen umfassenden Überblick über die verschiedenen historischen Epochen der Region bietet. Zu den ausgestellten Artefakten zählen auch Fundstücke der jüngsten Ausgrabungskampagne in Nora. Das Museum ist ab dem 4. April für die Öffentlichkeit zugänglich; in den ersten Tagen ist der Eintritt für Schulklassen und Anwohner frei.
Für Bürgermeister Walter Cabasino bedeutet die Wiedereröffnung keine Rückkehr zum alten Betrieb, sondern die Einweihung eines völlig neuen Museums: „Die Ausstellungsflächen haben sich verzehnfacht, und das Museum wird weiter wachsen. Wir haben angrenzende Grundstücke erworben und werden in Kürze weitere von Privatpersonen kaufen, um dieses Museum zu einem kulturellen Wahrzeichen der Region zu machen. Es ist das Ergebnis einer institutionellen Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, der Regionalverwaltung und der Stiftung.“ Laut Kulturdezernentin Manuela Serra ist das Patroni-Museum „ein Fenster in die Vergangenheit von Pula und Sardinien, ein Schatz, der die lokale und internationale Gemeinschaft bereichert und das kulturelle Ansehen von Nora stärkt.“
Die Ausstellungsräume sind in thematische Bereiche gegliedert, die von der Archäologin Chiara Pilo illustriert wurden und das öffentliche und religiöse Leben, die Nekropole und die Kultstätten der antiken Stadt veranschaulichen. Zu den bedeutendsten Funden zählen Wandmalereien aus dem Gebäude östlich des Forums, das affenförmige Salbengefäß aus der phönizischen Nekropole, Votivfiguren und in den Gräbern gefundener Schmuck. Andrea Boi, Präsident der Stiftung „Pula Cultura Diffusa“, betont, dass das Museum das kulturelle Angebot der Region bereichert und zu einem weiteren Anstieg der Besucherzahlen beitragen wird. Diese sind im Archäologischen Park Nora bereits von 65.000 auf über 100.000 Besucher jährlich in den letzten drei Jahren gestiegen. Abschließend unterstreicht die regionale Kulturdezernentin Ilaria Portas die Bedeutung jedes einzelnen Kulturguts: „Unsere materiellen und immateriellen Kulturgüter müssen bewahrt und gefördert werden, um sie an zukünftige Generationen weiterzugeben.“
