Das Teatro Lirico di Cagliari verabschiedet einen Haushalt, der von den Wirtschaftsprüfern abgelehnt worden war. Und der Schatten „unausgeglichener Finanzen“ liegt über der Stiftung in der Via Sant’Alenixedda.

Die Rekonstruktion des Vorfalls ist in einem Antrag an den Regionalrat dokumentiert, der von der Partei Fratelli d’Italia unterzeichnet wurde. Der ehemalige Bürgermeister von Cagliari , Paolo Truzzu, ist Erstunterzeichner. Die Anfragen richten sich an Präsidentin Alessandra Todde und den Kulturdezernenten. Die Region ist involviert, da sie – wie die MIC – ein Mitglied des Lenkungsausschusses des Lirico entsendet und die finanziellen Mittel bereitstellt.

Der Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfer datiert vom 24. Dezember: Im Protokoll der Sitzung wird hervorgehoben, dass die Gewinn- und Verlustrechnung der Stiftung für 2026 einen signifikanten Anstieg von 4.913.133 € gegenüber dem vorläufigen Budget für 2025 ausweist. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Prognose eines Anstiegs der Einnahmen, Verkäufe und Dienstleistungen (Konzessionen, Abonnements/Tickets, Sponsoring) sowie der sonstigen Einnahmen und Erträge (sonstige Erträge aus Spenden) zurückzuführen. Diese Prognosen scheinen jedoch nicht durch geeignete objektive Elemente gestützt zu sein, auf denen die Schätzungen basieren und deren Zuverlässigkeit gewährleisten könnten. Vielmehr beruhen sie im Wesentlichen auf Wachstumserwartungen (verbunden mit der wünschenswerten und in der Tat optimistischen Aussicht auf einen signifikanten Anstieg der künstlerischen Produktion und die Gewinnung neuer Geldgeber).

Darüber hinaus soll die Stiftung bei ihren Berechnungen gegen die „Regeln für die Aufstellung und Festlegung des Finanzbudgets verstoßen haben, was potenzielle Folgen für die Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Gleichgewichts haben könnte“. Daher das negative Urteil.

Wenige Tage später, am 29., nahm der Vorstand zwar die negative Stellungnahme zur Kenntnis, genehmigte den Haushalt aber dennoch „unter bestimmten Auflagen“, wie es in der Frage heißt. Die Genehmigung erfolgte unter der Voraussetzung, dass der Schulleiter den Vorstand monatlich über den Cashflow, die Ticketverkäufe sowie Sponsoring- und Spendeneinnahmen informiert und – in einer offenbar höchst ungewöhnlichen Maßnahme – dem Vorstand unverzüglich alle Haushaltsänderungen vorlegt.

Laut Truzzu und Kollegen hätte der Verwaltungsrat „eine ausreichende Begründung“ liefern müssen, um das Urteil der Wirtschaftsprüfer zu ignorieren, und der Beschluss liefert keinerlei Beweise dafür.

Todde und der Stadtrat werden aufgefordert, darzulegen, ob sie Maßnahmen ergreifen wollen, um die Einhaltung des Haushaltsgleichgewichts von Lirico sicherzustellen, und falls ja, welche Maßnahmen sie ergreifen wollen, um die ordnungsgemäße Buchführung zu gewährleisten.

Enrico Fresu

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