Das Bild des in Turin am Strand von Platamona verletzten Polizisten
Nicola Urrus neues Werk: „Gegenseitiger Respekt ist nicht einfach nur ein Accessoire für ein ziviles Zusammenleben.“Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Bild zeigt den von Demonstranten in Turin verletzten Polizisten Alessandro Calista, der von seinem Kollegen Lorenzo Virgulti umarmt und beschützt wird. Ein Standbild aus dem viralen Video.
Ein Moment der Solidarität, der sich auch im Sand des Strandes von Platamona verewigt hat – unverkennbare Spuren der künstlerischen Handschrift von Nicola Urru, der die Küste von Sorso seit Langem mit Skulpturen prägt, die Geschichten erzählen und Botschaften der Liebe, Hoffnung und des Friedens vermitteln. Der Künstler schildert den Moment des Angriffs auf den Polizisten durch den Schwarzen Block, dargestellt als tollwütige Hunde, und den Freund und Kollegen, der ihm zu Hilfe eilt.
„Gegenseitiger Respekt ist nicht bloß ein Accessoire für ein friedliches Zusammenleben, sondern die grundlegende Voraussetzung einer gesunden Demokratie“, argumentiert Nicola Urru. „Wenn Gewalt im öffentlichen Raum ausbricht, erleben wir einen Kurzschluss der Empathie, der den Bürger zum Ziel und den Staatsbediensteten zu einem gesichtslosen Automaten macht. Diese gegenseitige Entmenschlichung ist die heimtückischste Gefahr, denn sobald wir die Menschlichkeit in unseren Mitmenschen nicht mehr wahrnehmen, erscheint uns jeder Missbrauch gerechtfertigt.“ Und inmitten gegensätzlicher Anhängerschaften und unterschiedlicher Ideologien bedeutet der Schutz von Protestierenden und uniformierten Arbeitern letztlich auch, uns selbst und die Möglichkeit zu schützen, weiterhin in einem System zu leben, in dem Widerspruch nicht Chaos bedeutet, sondern ein Akt der Zivilisiertheit ist.
