Der Prozess wegen Gruppenvergewaltigung in Tempio Pausania nähert sich seiner Schlussphase. Ciro Grillo und drei seiner genuesischen Freunde, Edoardo Capitta, Vittorio Lauria und Francesco Corsiglia, stehen vor Gericht.

Das Urteil wird nächste Woche erwartet. Nachdem die Anhörung am 1. September aufgrund der Schließung des Gerichtsgebäudes verschoben wurde, wird das Gericht am Dienstag, den 2. September, um 10:30 Uhr in den Gerichtssaal zurückkehren, um Antworten von Staatsanwalt Gregorio Capasso und den Anwälten der Zivilparteien entgegenzunehmen. Die Gegenantworten der Verteidigung werden höchstwahrscheinlich am Mittwoch, den 3. September, erfolgen. Das Urteil könnte nach der Beratung am Donnerstag, den 4. September, verkündet werden. Damit wäre die erste Instanz eines Verfahrens abgeschlossen, das vor drei Jahren mit der ersten technischen Anhörung am 16. März 2022 begann.

Die den vier jungen Männern vorgeworfenen Taten liegen sechs Jahre zurück, genauer gesagt in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 2019. Damals soll es in der Villa der Familie Grillo in Porto Cervo zu einer Gruppenvergewaltigung gekommen sein. Betroffen waren eine 19-jährige italienisch-norwegische Studentin und ihre gleichaltrige Freundin.

Nach seinem Schlussplädoyer forderte Staatsanwalt Capasso für alle Angeklagten neun Jahre Haft und räumte dabei die besonderen Umstände und die weiteren Konsequenzen ein. „Wir sprechen von sechs jungen Menschen, die damals 19 Jahre alt waren. Zwei Mädchen, die das erlitten haben, was sie erlitten haben, und vier Jungen, die noch immer in einer dramatischen Situation leben“, erklärte der Staatsanwalt.

Die vier Angeklagten ihrerseits beteuerten stets ihre Unschuld und erklärten, dass die sexuellen Beziehungen einvernehmlich und einvernehmlich gewesen seien.

(Unioneonline)

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