Calangianus verliert Einwohner und altert: In 25 Jahren wird die Einwohnerzahl um fast tausend sinken.
Ein Rückgang, der nicht episodisch, sondern Teil eines langfristigen Trends ist.(Foto Ronchi)
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Calangianus verliert weiterhin Einwohner. Zum 31. Dezember 2025 sank die Einwohnerzahl auf 3.722, verglichen mit 3.763 im Vorjahr – ein Rückgang um 46 Bürger innerhalb von zwölf Monaten. Dieser Rückgang ist kein Einzelfall, sondern Teil eines langfristigen Trends. In den letzten 25 Jahren verlor die Stadt 913 Einwohner; im Jahr 2001 lag die Einwohnerzahl noch deutlich über 4.600 (4.635). Die psychologische Schwelle von 4.000 wurde 2019 unterschritten, als die Einwohnerzahl von 4.057 im Jahr 2018 auf 3.987 sank.
Die besorgniserregendste Zahl bleibt die natürliche Bevölkerungsentwicklung. Im Jahr 2025 werden nur 20 Kinder geboren, eines mehr als 2024 (19), aber immer noch weniger als die Hälfte des Wertes von vor zwanzig Jahren: 2005 waren es 44 Geburten. Gleichzeitig bleibt die Sterberate konstant höher, mindestens doppelt so hoch: 49 im Jahr 2025, 53 im Jahr 2024. Die natürliche Bevölkerungsbilanz ist somit weiterhin negativ und trägt strukturell zum Bevölkerungsrückgang bei.
Hinzu kommt eine Mobilität, die die Verluste nicht ausgleicht. Die aktuellsten vollständigen Daten stammen aus dem Jahr 2024: 77 Personen zogen nach Calangianus (63 aus anderen italienischen Gemeinden und 14 aus dem Ausland), während 97 die Stadt verließen (81 in andere Gemeinden und 16 ins Ausland). Die Nettozuwanderung betrug somit -20. In den letzten fünf Jahren blieb der Trend überwiegend negativ: -32 im Jahr 2020, -10 im Jahr 2021, -18 im Jahr 2022, eine kurze Erholung im Jahr 2023 (+17) und ab 2024 wieder ein negativer Trend.
Eine Momentaufnahme der Situation, aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, zeichnet das Bild einer zunehmend älteren Bevölkerung. Einwohner im Alter von 0 bis 14 Jahren machen etwa 9,2 % der Bevölkerung aus. Die mittlere Altersgruppe der 15- bis 64-Jährigen erreicht 61,3 %. Die über 65-Jährigen stellen fast 29,6 % der Gesamtbevölkerung. Das Medianalter der Bevölkerung ist von 42 Jahren im Jahr 2005 auf 50 Jahre gestiegen – ein Anstieg um über acht Jahre in zwei Jahrzehnten.
Diese Zahlen haben zu geringeren Einschulungszahlen, immer seltener werdenden jungen Familien und dazu geführt, dass Sozial- und Gesundheitsdienste mit einer wachsenden älteren Bevölkerung zurechtkommen müssen.
