Cagliari, sexuelle Nötigung in einem Nachtclub: Der Oberste Gerichtshof bestätigt die Verurteilung des Veranstalters.
Fabrizio Arus Berufung wurde abgewiesen, er wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Seine Anwälte beantragten eine alternative Strafe, dennoch droht ihm eine Gefängnisstrafe.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Urteil gegen den 34-jährigen Fabrizio Aru aus Ussana, den ehemaligen Organisator des „Soho Discoclub“ in der Via Newton, wegen sexueller Nötigung ist rechtskräftig.
Der Oberste Kassationsgerichtshof bestätigte das Urteil des Berufungsgerichts von Cagliari und wies die Berufung der Verteidiger Leonardo Filippi und Roberto Sorinelli zurück. Aru droht nun eine Haftstrafe, doch seine Anwälte haben bereits einen Antrag auf ein milderes Urteil gestellt , der auf seinen laufenden Rehabilitationsprozess hinweist.
Fabrizio Aru hat in dem Fall stets seine Unschuld beteuert und wiederholt, er habe das Mädchen nie vergewaltigt. Die 24-Jährige, vertreten durch Anwalt Carlo Amat, hatte ihn beschuldigt, sie in der Umkleidekabine für die Mitarbeiter des Vereins festgehalten und gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben.
Laut Rekonstruktion der Staatsanwaltschaft ereigneten sich die Vorfälle am 28. November 2021 in dem Nachtclub. Nach Abschluss der Ermittlungen beantragte die Staatsanwaltschaft die Anklageerhebung gegen den Veranstalter, der sich jedoch für ein beschleunigtes Verfahren entschied. Aru, ein in der Nachtclubszene der Stadt bekannter Mann, verteidigte sich von Beginn an vehement und bestritt jeglichen sexuellen Missbrauch. Er ließ sich sogar nach der Beweisaufnahme befragen. Der Richter befand die Anklage jedoch für erwiesen und gab dem Antrag der Staatsanwältin Ginevra Grilletti statt. Er verurteilte ihn zu fünf Jahren und vier Monaten Haft und sprach der Frau eine vorläufige Entschädigung in Höhe von 25.000 Euro zu. Nach Einlegung der Berufung durch Rechtsanwalt Sorcinelli bestätigte das Gericht unter Vorsitz von Richter Massimo Poddighe das Urteil, reduzierte die Haftstrafe jedoch auf vier Jahre. Das Urteil wurde nun vom Kassationsgerichtshof rechtskräftig.
(Unioneonline)
