Heute, am 9. Juni 2026, erleben wir eine unglaubliche Beschleunigung der Arbeiten: Zwei Arbeiter wurden auf der Baustelle gesichtet. Einer beobachtet, der andere überwacht seine Beobachtungen. Der Bagger steht mit museumsreifer Sorgfalt geparkt, damit Touristen dieses Stück Industriegeschichte fotografieren können.

Pierluigi Mannino, Fraktionsvorsitzender der Fratelli d’Italia im Stadtrat von Cagliari, beschreibt das langsame Bautempo der von ARST errichteten oberirdischen U-Bahn mit Ironie. Dieses Großprojekt wird, wie das Verkehrsunternehmen selbst angekündigt hat, (mindestens) weitere zwei Jahre lang zu erheblichen Beeinträchtigungen führen.

„Ein monumentales Projekt, das das Stadtbild für immer verändern wird. Vielleicht. Im Jahr 2048“, neckt Mannino. „Es geht rasant voran: Aktuell wird die Straßenbahnlinie pünktlich zum Ruhestand der Enkel ihres Planers fertig sein. In der Zwischenzeit erfüllt die Baustelle eine wichtige soziale Funktion: Sie ist die größte unkontrollierte Fußgängerzone Europas mit exklusivem Blick auf Schotter, Bewehrungsstahl und saisonale Pfützen.“

Laut Meloni wird Cagliari „nicht belagert. Es wird lediglich als Geisel gehalten, aber auf elegante Weise, und die Baustellenschilder sind ordentlich aufgereiht.“

(Unioneonline/E.Fr.)

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