Sie fand eine Geldbörse auf einer Bank im Hafen. Als sie den hohen Bargeldanteil darin bemerkte, erschrak sie etwas. Schließlich entschied sie sich, ihrer Ehrlichkeit zu folgen: Sie nahm die Geldbörse und übergab sie einer örtlichen Polizeistreife.

Der 80-jährige Giancarlo Dessì erhielt daraufhin Komplimente von den Beamten und anschließend einen herzlichen Dank von den Besitzern der Geldbörse, einem Touristenpaar, das in der Schweiz arbeitet: Darin befanden sich mehr als 1.600 Euro, Dokumente und Pässe.

Er, ein Rentner, der als Busfahrer für die ACT (später CTM) gearbeitet hatte, verheiratet und Vater zweier Kinder, erinnert sich an diese Momente: „Ich wohne im Viertel Bastione und gehe oft am Hafen spazieren und sonne mich. Ich setzte mich auf eine Bank und sah die Geldbörse. Ich dachte, es sei ein Scherz. Als ich dann sah, wie viel Geld darin war, bekam ich etwas Angst. Dann nahm ich all meinen Mut zusammen: Ich schnappte mir die Geldbörse und brachte sie zur Stadtpolizei. Sie sagten mir, dass so etwas angesichts des Geldbetrags nicht jeder tun würde und dass es zu schlechten Gedanken führen könnte.“

Die Touristen dankten ihm herzlich. „Ich habe meine Pflicht als ehrlicher Bürger getan.“  

Matthew Vercelli

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