Morgen werden am Regionalrat von Cagliari die Flaggen auf Halbmast gesetzt, um des nationalen Gedenktages für die Opfer der Coronavirus-Epidemie zu gedenken. Dieser Gedenktag, der durch Gesetz Nr. 35 vom 18. März 2021 eingeführt wurde, steht für einen Moment des Innehaltens und des Gedenkens an alle, die durch Covid-19 ihr Leben verloren haben.

Heute erscheint die Tragödie der Pandemie fern, doch erst sechs Jahre sind vergangen. Es war der Abend des 9. März 2020, als Italien in den Lockdown ging – ein Wendepunkt in der jüngeren Geschichte des Landes und jene Zeit „vor Covid“, die so viele heute nutzen, um die Stationen ihres Lebens zu markieren. Seitdem hat das Virus Gewohnheiten, Beziehungen und den Alltag verändert: von der Angst vor dem Unbekannten über Einschränkungen, von Ausgangssperren und Masken bis hin zu den Bildern, die zu Ikonen jener Monate geworden sind, wie etwa die mit Särgen beladenen Militärfahrzeuge in Bergamo. In den schlimmsten Tagen starben bis zu tausend Menschen täglich, die Gesamtzahl der Todesopfer näherte sich zweihunderttausend.

Auch Sardinien zahlte einen sehr hohen Preis: Auf der Insel wurden 2.947 Opfer gezählt .

(Unioneonline/vf)

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