Ein weiterer Brief des Burceier Straßenkomitees fordert mehr Sicherheit auf den Zufahrtsstraßen zur Stadt und die Wiederaufnahme der Bauarbeiten an der finanzierten und seit Langem ausgeschriebenen Straße, die Burcei über 17 Kilometer mit Sinnai und Maracalagonis verbinden und die Kirschstadt aus ihrer jahrhundertealten Isolation befreien soll. Das Komitee, unterzeichnet von Salvatore Malloru, Vittorio Monni, Ignazio Saddi, Francesca Pitzalis, Luigi Meloni, Andrea Lobina, Marco Arrais, Gianluca Mucelli und Giuseppe Lorrai, wandte sich diesmal an ANAS, die Stadtverwaltung, den Sicherheitsbeauftragten und den Präfekten von Cagliari. Darin prangern sie die seit Jahrzehnten andauernde Situation an, während die alte Oststraße und die Provinzstraße nach Burcei, wie die jüngsten Unfälle belegen, zunehmend unsicher werden.

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Der Brief:

Es gibt Tragödien, die uns zumindest für ein paar Tage zum Innehalten und Nachdenken zwingen sollten. Doch allzu oft vergehen Wochen, und alles kehrt zum Normalzustand zurück. Am 2. August forderte ein schrecklicher Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen auf der alten SS 125 bei Burranca das Leben einer 71-jährigen Frau. Vier weitere Personen wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Diese Tragödie verdeutlichte einmal mehr die Gefährlichkeit dieser Straße und die Notwendigkeit dringender Sicherheitsmaßnahmen. Nur wenige Tage später ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall. Eine Touristenfamilie auf dem Weg in den Urlaub war in einen weiteren Unfall verwickelt, bei dem vier Personen verletzt wurden.

Zwei unterschiedliche Ereignisse, die uns aber unweigerlich zur selben Frage zurückführen: Wie sicher ist es heute noch, auf einer Straße zu fahren, die vor Jahrzehnten geplant und gebaut wurde, mit einem Verkehr und Fahrzeugen, die sich seitdem grundlegend verändert haben? Die Frage der Verkehrssicherheit lässt sich nicht allein auf die individuelle Verantwortung reduzieren. Auch die Infrastruktur trägt eine Verantwortung. Eine Straße, die vor vielen Jahren gebaut wurde, mag für den damaligen Verkehr optimal gewesen sein, wird aber zunehmend unzureichend, wenn immer mehr leistungsstärkere, schwerere und schnellere Fahrzeuge – SUVs, Motorräder, Mopeds, Fahrräder, Nutzfahrzeuge sowie der öffentliche und private Nahverkehr – auf derselben Straße verkehren. Von einer Straße, die für eine andere Ära konzipiert wurde, kann man nicht erwarten, dass sie ohne Anpassungen weiterhin dieselbe Funktion erfüllt.

In einigen Abschnitten weist die ehemalige SS 125 noch deutliche Spuren eines längst vergangenen Straßensystems auf, das heute äußerst gefährlich ist: enge Fahrspuren, Kurven, schlechte Sichtverhältnisse, verbesserte Verkehrssicherheit und Beschilderung und vor allem eine Gestaltung, die den Anforderungen der modernen Mobilität gerecht werden muss.

Um es klarzustellen: Dies darf kein Alibi für diejenigen sein, die unverantwortlich Auto fahren.

Wer sich nach Alkoholkonsum ans Steuer setzt, trägt die Verantwortung für seine eigene Entscheidung.

Wer zu schnell fährt, ist für seine Geschwindigkeit selbst verantwortlich.

Wer rücksichtslos überholt, trägt die Verantwortung für das dadurch entstehende Risiko.

Aber auch diejenigen, die für die Planung, Instandhaltung und Sicherheit von Straßen verantwortlich sind, tragen ihre Verantwortung.

Sicherheit ist tatsächlich das Ergebnis all dieser Elemente: korrektes Fahrverhalten, Kontrollen, Prävention, Wartung und eine angemessene Infrastruktur. Vielleicht ist es genau dieser Punkt, den wir oft vergessen.

Nach jedem schweren Unfall fragen wir uns, wer die Schuld trägt. Das ist richtig so, denn die Verantwortung muss immer geklärt werden. Wir sollten uns aber auch eine andere Frage stellen: Ist die Straße dem heutigen Verkehrsaufkommen noch gewachsen?

Wir dürfen nicht erst auf einen Todesfall warten, bevor wir wieder über Sicherheit sprechen.

Wir können nicht darauf warten, dass die Sicherheit immer erst nach der Tragödie eintritt.

Gleichzeitig dürfen wir uns nicht vorstellen, dass ein Abend außer Haus, ein Abendessen, ein paar Drinks zu viel und die Heimfahrt etwas Normales sind.

Die Automobiltechnologie hat sich weiterentwickelt: Die Motoren sind leistungsstärker, die Fahrzeuge größer, die Leistung deutlich besser und es gibt viel mehr davon als zu der Zeit, als die Straße zum ersten Mal konzipiert und gebaut wurde.

Sicherheit bedeutet nicht nur Geschwindigkeitsbegrenzungen und Bußgelder. Es geht auch um Kultur, Verantwortung und Investitionen.

Die beiden Unfälle, die sich in diesem Monat ereignet haben, sollten uns Anlass geben, uns zu fragen, was wir alle gemeinsam tun können – BÜRGER UND INSTITUTIONEN –, um sicherzustellen, dass wir beim nächsten Mal nicht die Geschichte von weiteren Menschenleben erzählen müssen, die auf derselben Straße verloren gegangen sind.

Denn hinter jedem Unfall stehen mehr als nur zerstörte Fahrzeuge.

Leben werden zerstört und Familien für immer verändert.

Und wenn eine Tragödie vermieden werden kann, können wir nicht von Todesfällen sprechen, sondern von der persönlichen VERANTWORTUNG der Fahrer und der Institutionen, die ihrer Pflicht nicht nachgekommen sind.

Zu viele Menschenleben gingen verloren, zu viel Gleichgültigkeit seitens der Institutionen.

Wir sind mittlerweile müde, verbittert und enttäuscht über eine Situation, die sich viel zu lange hingezogen hat, und über die Institutionen, die den Bitten der Bürger gegenüber taub sind.

Wir schließen mit einer klaren und dringenden Frage: Wann wird die alte SS 125 sicher gemacht?

Wann werden die Sicherheitsarbeiten an der SP 21 fortgesetzt?

Wann beginnt der Bau der neuen Provinzstraße Burcei Sinnai Maracalagonis?

Nach über einem Vierteljahrhundert des Wartens, gebrochener Versprechen und Verzögerungen fordern wir die Metropolregion Cagliari auf, endlich konkrete Termine für den Beginn und die Fertigstellung der Arbeiten zu nennen. Burcei und die Nutzer des Geländes können nicht länger warten.

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