Zuerst bezog Anna Arca Sedda, Fraktionsvorsitzende der AVS im Stadtrat, Stellung, dann der ANPI-Ortsverband „Marisa Musu“ in Alghero. Die Solidaritätsbewegung für Mahmoud Idrissa Boune, einen malischen Staatsbürger, der seit 2013 in Alghero lebt und kürzlich den Treueeid auf die Italienische Republik abgelegt hat, wächst. Nach Erhalt der Staatsbürgerschaft wurde er in den sozialen Medien Zielscheibe beleidigender Nachrichten.

„Ich möchte öffentlich meine volle und bedingungslose Solidarität mit Mahamoud Idrissa, dem Opfer der kürzlich in den sozialen Medien aufgetauchten abwertenden Inhalte, zum Ausdruck bringen“, sagt Anna Arca Sedda. „Es ist unerträglich, dass wir im Jahr 2026 immer noch Zeugen solch heimtückischer Formen des Hasses werden müssen, die auf Vorurteilen beruhen und darauf abzielen, die Würde der Menschen zu untergraben, anstatt eine konstruktive Debatte über Integration zu fördern – eine der tragenden Säulen jeder Zivilgesellschaft.“ Die Leiterin der AVS-Gruppe bezeichnet das Phänomen als äußerst besorgniserregend. „Einerseits“, betont sie, „ist es zutiefst beunruhigend zu sehen, wie manche Menschen schamlos ihre Identität preisgeben, um diskriminierende Botschaften zu verbreiten; andererseits ist es noch verabscheuungswürdiger, diejenigen zu sehen, die sich feige hinter der Anonymität gefälschter Profile verstecken, um Gift und Galle zu spucken. Beide Praktiken sind Kennzeichen eines verabscheuungswürdigen Verhaltens, das nichts mit Meinungsfreiheit zu tun hat, sondern vielmehr eine spezifische und bewusste Absicht darstellt, Intoleranz und Rassismus zu säen.“

Arca Sedda kündigte zudem an, die zuständigen Behörden zu kontaktieren. „Ich werde angesichts solcher Ungeheuerlichkeiten nicht tatenlos zusehen. Ich werde die zuständigen Behörden auffordern, dieses kriminelle Verhalten anzuzeigen. Es ist an der Zeit, dass diejenigen, die das Internet nutzen, um Hass zu verbreiten – ob offen oder unter dem Deckmantel eines gefälschten Profils –, verstehen, dass solche Handlungen reale Konsequenzen haben und Straflosigkeit nicht länger toleriert wird.“ Auch die ANPI-Ortsgruppe „Marisa Musu“ in Alghero schaltete sich in die Angelegenheit ein und bekundete ihre volle Solidarität mit dem neuen italienischen Staatsbürger. Der Verein erinnert daran, dass er Mahmoud Idrissa Bounes Eid auf die Republik mit großem Interesse und Freude begrüßt habe, erklärte aber, er sei zutiefst verärgert und angewidert gewesen, die Beleidigungen auf Facebook zu lesen. „Die ANPI-Sektion „Marisa Musu“ in Alghero bekundet ihre volle Solidarität mit Mahmoud Idrissa und wird stets an der Seite derer stehen, die für die Freiheit, Gleichheit und Würde jedes Menschen kämpfen – grundlegende Werte, die in unserer demokratischen Verfassung verankert sind und aus dem Widerstand gegen den Nazi-Faschismus hervorgegangen sind.“

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