Behandlungen nachts und am Wochenende: Sardinien senkt seine medizinischen Sicherheitsvorkehrungen.
Die örtlichen Gesundheitsbehörden entschuldigen sich: „Für die Schichten im Juni steht kein Personal zur Verfügung.“ Die Kontinuität der Versorgung ist in vielen Städten lückenhaft oder gar nicht vorhanden.Video di Mario Tasca
„Wir entschuldigen uns für die entstandenen Unannehmlichkeiten und bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass aufgrund eines Ärztemangels einige Schichten in der Notfallambulanz von Aritzo ausgesetzt werden.“ Dies ist eine Mitteilung des Gesundheitsbezirks Sorgono (Lokale Gesundheitsbehörde Nuoro), in der die Einwohner darüber informiert werden, dass sie heute Abend, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr sowie am kommenden Sonntag ganztägig und abends keine medizinische Versorgung in Anspruch nehmen können.
Und solche Meldungen sind mittlerweile ein alltägliches Phänomen in den sozialen Medien, werden Woche für Woche aktualisiert und beschreiben einen Mangel an lokaler Gesundheitsversorgung, der sich immer weiter verschlimmert, während die Hitze unerträglich wird und Touristen eintreffen, was die Fallzahlen und damit auch die Nachfrage nach medizinischer Versorgung in die Höhe treibt.
Einige Standorte haben dauerhaft geschlossen, andere sind nur zeitweise in Betrieb. In manchen Städten gibt es im Juni gar keine Notfallversorgung. In Irgoli oder Luogosanto beispielsweise sind derzeit für den gesamten Monat keine Notfalldienste geplant.
Als nächstes folgen Orosei, wo nur eine von vierzig Schichten in Betrieb ist, Aritzo, Lula, Santa Teresa di Gallura, Tertenia, Dorgali, Ilbono, Talana, Gemeinden, die weniger als die Hälfte der benötigten Zeit abdecken, und dann Bahnhöfe, die in dreißig Tagen zwischen 52 und 75 % geöffnet sind.
Cristina Cossu