Im laufenden Prozess vor dem Gericht in Sassari gegen unter anderem Tonino Becciu, Bruder von Kardinal Angelo, und Corrado Melis, Bischof von Ozieri, wird kein Angeklagter vernommen.

Sieben weitere Personen stehen gemeinsam mit ihnen vor Gericht, angeklagt wegen verschiedener Veruntreuungsdelikte, Geldwäsche, Beihilfe und Anstiftung sowie Falschaussage gegenüber der Staatsanwaltschaft. Der Hauptvorwurf lautet laut Anklageschrift auf die Umleitung von 8.000 Pfund Sterling aus dem Bistum Ozieri an die von Becciu selbst geleitete Genossenschaft Spes in den Jahren 2013 bis 2016. In der heutigen Anhörung erklärten die Verteidiger der Angeklagten, Ivano Iai und Antonello Patané, dass ihre Mandanten sich der Vernehmung derzeit nicht unterziehen werden, da sie noch nicht alle Unterlagen von der Staatsanwaltschaft erhalten haben.

Bei der nächsten Anhörung am 14. Oktober unter dem Vorsitz von Giancosimo Mura und mit Monia Adami und Sara Pelicci als Assistentinnen werden voraussichtlich sieben Zeugen vernommen. Darunter befinden sich der amtierende Erzbischof von Sassari, Monsignore Francesco Soddu, der zum Zeitpunkt der Proteste nationaler Direktor von Caritas war, und Monsignore Sebastiano Sanguinetti, ehemaliger Bischof von Ozieri. Staatsanwalt ist Gianni Caria.

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