Diebstähle und Müll vor dem Bahnhof Sassari. Sobald es dunkel wird, beginnen die Diebstähle in der Gegend, sogar im Bahnhofsgebäude. „Sie sind in letzter Zeit schon dreimal in unseren Bahnhof eingebrochen“, berichtet ein Bahnmitarbeiter. „Sie haben Fernseher, Computer und Tablets gestohlen, die Büros verwüstet und den Getränkeautomaten aufgebrochen. Mehrere Anzeigen wurden bei der Polizei erstattet. Unter diesen Umständen trauen sich meine Kollegen morgens nicht mehr zur Arbeit.“

Vor allem Autos sind häufig Ziel von Dieben, die Spiegel, Warnwesten, Einkaufstüten und Scheiben stehlen. „Sie haben mir die Batterie gestohlen“, erzählt ein Opfer, „den Sprit, die Türgriffe, sogar die Tür. Als ich zu Weihnachten nach Hause kam, musste ich alle Reifen ablassen, damit mir nicht auch noch mein Lkw gestohlen wird.“

Manche Autos stehen verlassen da und sind denjenigen ausgeliefert, die sie nach und nach plündern. Ein kurzer Spaziergang unter den Unterständen auf dem offenen Platz vor dem Bahnhof, wo Sirio vorbeifährt, genügt, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmt. „Sie haben die Straßenlaternen auf dem kleinen Platz herausgerissen“, berichtet ein Anwohner. Die meisten wurden vermutlich geplündert, um die Kabel, das Kupfer und die kleinen (ehemaligen) beleuchteten Bullaugen weiterzuverkaufen.

Beim Überqueren der Straße sieht man häufig Müll vor den Containern, oft Berge von weggeworfener Kleidung, Kinderwagen und Spielzeug, die entweder aus den dafür vorgesehenen Behältern stammen oder einfach auf der Straße abgestellt wurden. Zwanzig Meter von den Gleisen entfernt steht ein offenes Umspannwerk von Enel. Trotz der Warnaufkleber vor Explosionsgefahr berichten Anwohner, dass manche Leute dort einbrechen, um Drogen zu konsumieren. Außerdem sind viele Garagen in der Nähe offen und leergeräumt. Diese Kleinkriminalität wird hoffentlich durch den bevorstehenden Bau des intermodalen Zentrums, das das gesamte Gebiet grundlegend verändern und neu gestalten wird, ein Ende finden.

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