Auswanderer, ein neues Vereinsnetzwerk entsteht: 24 sardische Vereine verlassen Fasi
„Eine schmerzhafte, aber notwendige Entscheidung nach den Ereignissen auf dem Kongress in Alghero im vergangenen Oktober.“Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Vierundzwanzig sardische Vereine haben ihren Austritt aus dem FASI, dem Verband der sardischen Vereine in Italien, bekannt gegeben. Sie bezeichnen die Entscheidung als „schmerzhaft, aber notwendig, eine Folge der Ergebnisse des Kongresses von Alghero im vergangenen Oktober“.
Wir veröffentlichen den erhaltenen Text vollständig.
Der Kongress in Alghero war nur der sichtbarste Moment eines umfassenderen und komplexeren Prozesses. Mit Bedauern, denn die Gründungsgeschichte des FASI ist tief in uns verwurzelt, aber auch mit Entschlossenheit geben 24 sardische Vereine ihren Austritt aus dem FASI (Verband der sardischen Vereine in Italien) bekannt. Dies ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, die aufgrund schwerwiegender Unregelmäßigkeiten während des Kongresses getroffen wurde und uns veranlasste, rechtliche Schritte einzuleiten.
Der Kongress in Alghero markierte aufgrund schwerwiegender Unregelmäßigkeiten während seiner Durchführung einen Wendepunkt. Laut den Unterzeichnerkreisen beeinträchtigten diese Unregelmäßigkeiten die Korrektheit der Verfahren und die Legitimität der getroffenen Entscheidungen erheblich. Es handelte sich nicht bloß um unterschiedliche Auslegungen, sondern um gravierende Verstöße gegen die Grundsätze der Partizipation, Transparenz und Achtung demokratischer Regeln – Grundwerte jeder Organisation, die eine Gemeinschaft vertritt. Vor dieser Entscheidung unternahmen wir alle möglichen Versuche, die Situation zu bereinigen: Wir bemühten uns um Aufklärung, boten unsere Dialogbereitschaft an und appellierten an interne Gremien. Jeder Versuch wurde jedoch systematisch zurückgewiesen, ohne dass die Bereitschaft bestand, die aufgeworfenen Fragen detailliert zu behandeln. Unser Gemeinschaftsgefühl, das uns stets geprägt hat, darf und kann nicht durch Logiken in Geiselhaft genommen werden, die den Grundwerten unserer Identität und der Geschichte unseres Vereins fremd sind.
Ein Neuanfang
Wir blicken jedoch entschlossen und stolz in die Zukunft. Dies ist keine Kapitulation, sondern ein Neuanfang. Wir organisieren bereits ein alternatives Netzwerk, das Folgendes wieder in den Mittelpunkt stellt:
- vollständige Transparenz im Management
- die tatsächliche Beteiligung aller Kreise
- strikte Einhaltung demokratischer Regeln
- die Aufwertung des sardischen Kulturerbes
Wir laden alle Vereine, die unsere Vision und Werte teilen, ein, sich uns auf diesem Weg der Erneuerung und Wiederbelebung anzuschließen. Seine Stärke liegt in der Fähigkeit, sich zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und unsere Traditionen mit Stolz weiterzugeben. Wir sind uns bewusst, dass diese Entscheidung einen Wendepunkt darstellt, aber wir sind ebenso überzeugt, dass sardische Vereine nur durch eine tiefgreifende Erneuerung, die auf Teilhabe und Transparenz beruht, wieder zu dem Instrument des Zusammenhalts und der kulturellen Förderung werden können, das unsere Region und unsere Gemeinschaften brauchen.
Nächste Schritte
„In den kommenden Tagen werden wir die Einrichtung einer autonomen Koordinierungsgruppe formalisieren. Wir werden ein programmatisches Manifest vorlegen, zu dem jeder Stellung nehmen kann. Wir werden lokale Treffen organisieren, um das neue Netzwerk von Grund auf aufzubauen.“
Unsere Vision
Wir werden ein neues, offenes und inklusives Netzwerk aufbauen, das auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamer Verantwortung beruht. Ein Netzwerk, das Menschen, Regionen, Geschichte, Traditionen, die Energie der Jugend und das Wissen der Älteren in den Mittelpunkt stellt. Ein Netzwerk, das niemals nur wenigen dient, sondern allen ein Zuhause bietet. Das Sardinien, das wir repräsentieren wollen, ist ein funktionierendes, einladendes und verbindendes Land. Ein Sardinien, das die Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt, nicht interne Machtkämpfe.
Unterzeichnet
1. Sardischer Kulturkreis „Grazia Deledda“ – Magenta (MI)
2. Sardischer Kulturverein in der Toskana ACSIT APS – Florenz
3. Verein „ACRASE – Maria Lai“ – Rom
4. Sardischer Kulturverein „Grazia Deledda“ – San Giuliano Terme (PI)
5. Sardischer Kreis „Domo Nostra“ – Cesano Boscone (MI)
6. Peppino Mereu APS Sardischer Kulturkreis – Monteroni d'Arbia (SI)
7. Sardinischer Kreis „Gennargentu“ APS – Nichelino (TO)
8. Sardisches Sozial- und Kulturzentrum Mailand – Mailand
9. Sardischer Kulturkreis „Nuraghe Pinuccio Sciola“ – Fiorano Modenese (MO)
10. Sardischer Verein „Cuncordu“ – Gattinara (VC)
11. Sardischer Club „Nuova Sardegna“ – Peschiera Borromeo (MI)
12. Kulturverein „Grazia Deledda“ APS – Ciampino (RM)
13. Sardischer Verein „Il Gremio“ – Rom
14. Sardischer Kulturverein „Amedeo Nazzari“ – Bareggio/Cornaredo (MI)
15. Giuseppe Dessì APS Sardischer Kreis – Vercelli
16. Mailänder Allianz sardischer Einwanderer „Emilio Lussu“-Kreis – Cinisello Balsamo (MI)
17. Sardisches Sozial- und Kulturzentrum „La Quercia“ – Vimodrone (MI)
18. Sardischer Kulturkreis „Su Nuraghe“ – Biella
19. Sardischer Kulturkreis „Grazia Deledda“ – Saronno (VA)
20. Vereinigung sardischer Einwanderer „Sant'Efisio“ – Turin
21. „Quattro Mori“ APS Kulturkreis – Ostia (RM)
22. Sardischer Kulturkreis „Ichnusa“ APS – Venice Mestre
23. Sardischer Kreis im Raum Belluno APS – Belluno
24. Kulturverein Grazia Deledda von Vicenza
(Unioneonline)
