Auf Barone, von der Oase zur Wüste: Nach der Razzia der Forstpolizei sind nur noch wenige Urlauber anzutreffen.
Nur 180 Autos im Pinienwald, Unzufriedenheit im Dorf über das, was kurz vor den Ferragosto-Feiertagen als „Schlag“ empfunden wird: der Ärger der Kneipenbesitzer.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Unzufriedenheit macht sich in dem unbewachten Kiefernwald breit. Mehr noch als am Vorabend von Ferragosto (15. August) herrscht hier eine Atmosphäre wie an einem gesichtslosen Freitag im Juni. Nur wenige Autos parken unter den Kiefern, die sonst Besucher empfangen, im bezaubernden Orosei-Gebiet von Su Barone. „Wir haben, wie vorgeschrieben, nur 180 Autos durchgelassen“, sagt Salvatore Mula, ein Mitarbeiter der von der Gemeinde Orosei beauftragten Firma, die den Zugang zur Oase überwacht. Diese wurde nach einem Eindringen von Mitgliedern des Forst- und Umweltschutzkorps vorsorglich beschlagnahmt. Während der Besitzer eines Kiosks vor Wut über die entgangenen Einnahmen kocht, platzt es aus Oroseis Bürgermeisterin Elisa Farris heraus: „Das ist ein schwerer Schlag für uns: Wir hatten ein Bildungsprogramm aufgebaut, das den Schutz des Gebiets immer weiter verbessern sollte. Diese überstürzte Intervention gefährdet alles.“
Wenige Autos
Nur 180 Autos dürfen in dem ökologisch und naturschutzfachlich wertvollen Kiefernwald auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Es handelt sich um ein Gebiet von gemeinschaftlichem Interesse (SIC). In Orosei, im wunderschönen Su-Barone-Gebiet, wächst die Kontroverse um diese unerwartete Maßnahme der Forstbehörde.
„Gebiet vorsorglich beschlagnahmt“, steht auf dem Schild. Der Vorwurf: Obwohl der Küstennutzungsplan eine Obergrenze von 180 Autos festlegte, waren täglich deutlich mehr da. „Sogar viermal so viele“, flüstert jemand. „Die Polizisten haben gute Arbeit geleistet; es waren einfach zu viele Autos hier“, sagt ein Tourist aus der Lombardei. „Dieser Ort muss geschützt und gesichert werden.“
Gemeinsamer Zorn
Manche begrüßen den Tempo- und Konzeptwechsel, der innerhalb weniger Stunden und kurz vor dem Augustfeiertag erreicht wurde. Die meisten Stammgäste des Su Barone verbergen jedoch nicht ihre große Enttäuschung. Die Inhaber der fünf von der Schließung betroffenen Betriebe sind natürlich ziemlich verärgert.
Gianfranco Locci
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