Er und seine Schwiegermutter. Für einen 45-jährigen Rumänen, der seit Jahren in Alghero lebte, war sein Verhältnis zur Mutter seiner Frau alles andere als idyllisch.

Im Laufe der Zeit eskalierten die Spannungen zu mehreren aggressiven Vorfällen, bei denen Alkoholismus, eine Krankheit und das erzwungene Zusammenleben maßgeblich zum gestörten Gleichgewicht beitrugen. In einem dieser Fälle sperrte der Mann die ältere Frau aus dem Haus und ließ sie draußen stehen, in einem anderen Fall beispielsweise schüttete er ihr im Höhepunkt eines Streits Wasser aus einem Glas ins Gesicht.

Doch das angespannte Verhältnis zu den Schwiegereltern war Teil eines allgemeinen Klimas großer Schwierigkeiten in der Familie mit vier Minderjährigen, das von 2020 bis 2023 herrschte. Messergefuchtel, Beleidigungen und ständige Streitereien gipfelten in Anzeigen bei den Carabinieri, die mehrmals eingriffen. Das Kind musste das Elternhaus verlassen und durfte sich den Familienmitgliedern nicht mehr nähern.

Der Prozess in Sassari endete vor wenigen Tagen. Richter Giancosimo Mura gab dem Antrag der Staatsanwältin Alessia Sanna und der Klägerin, vertreten durch Rechtsanwältin Barbara Pirisi, statt und verurteilte den Angeklagten zu zwei Jahren Haft. Verteidiger Francesco Cherchi Minniti kündigte Berufung an.

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