27 Jahre später sieht Cagliari wieder die schwarze Sonne: aber der Himmel spielt nicht mit.
Für diejenigen, die es schafften, das Licht zwischen den Wolken einzufangen, reichten schon wenige Sekunden aus, um das Warten in ein Spektakel zu verwandeln.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Der lang ersehnte Tag ist gekommen. Auch Cagliari konnte heute die Sonnenfinsternis beobachten, die über den europäischen Himmel zog, wobei die Mondscheibe einen Großteil der Sonne verdeckte – sogar von der sardischen Hauptstadt aus.
Bereits um 18:00 Uhr strömten Menschen aus der Stadt und der Umgebung zu den besten Aussichtspunkten, darunter auch zur Viale Buoncammino . Rund hundert Personen versammelten sich vor dem ehemaligen Gefängnis, um das Ereignis nicht zu verpassen. Sie hatten alles dabei, was sie brauchten, um gefahrlos in den Himmel zu blicken: Spezialbrillen, Filter, Teller und sogar einige Schweißermasken.
Einige kamen mit Kameras und Objektiven, andere mit improvisierter Ausrüstung, und wieder andere blieben einfach stehen, um mit den anderen zu beobachten. Eine kleine Menschenmenge, die für ein paar Minuten die Straßen der Stadt verließ, um in den Himmel zu blicken.
In Buoncammino bot der Himmel jedoch nicht das erwartete Schauspiel. Immer wieder verdeckten Wolken die Sonne, sodass die Anwesenden mit ihren Instrumenten bereit auf jede Himmelsaufhellung warten mussten . „Wir waren bereit; die einzige Unbekannte waren die Wolken“, sagt Giovanni, der mit Schutzbrille und Objektivfiltern ausgestattet ist.
Michele und Eleonora, die mit ihren Kindern aus Quartu angereist waren, waren ebenfalls dabei. „Das wurde als einer der besten Plätze angepriesen. Wir haben schon öfter eine Sonnenfinsternis gesehen; wir sind hauptsächlich gekommen, um sie den Kindern zu zeigen.“ Auch für sie trübten die Wolken die Vorfreude jedoch etwas: „Schade, wir werden den Schatten sehen. Wir haben den Kindern wenigstens erklärt, woraus er besteht.“
Endlich kam etwas ans Licht. „Ich habe einen Teil davon gesehen, und es war sehr schön“, sagt Gianluca Sanna. „Vielleicht hätten wir zur Burg San Michele gehen sollen, wo der Durchgang offener war. Trotzdem war es ein wunderschöner Anblick.“
Für diejenigen, denen es gelang, die Sonne durch die Wolken zu erhaschen, genügten selbst wenige Sekunden, um das Warten in ein Spektakel zu verwandeln. Brillen, Kameras und Filter blieben bis zum letztmöglichen Moment gen Himmel gerichtet, in der Hoffnung, wenigstens ein Foto der Sonnenfinsternis mit nach Hause nehmen zu können.
