Sanremo, Fernsehen und das wahre Land
In Italien besteht eine riesige Kluft zwischen den wirklichen Problemen und dem überstrapazierten „Mainstream“.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
In diesem Land – denn es ist nun mal ein Land mit seinem Provinzialismus, Klatsch und Tratsch und all dem anderen – klafft eine riesige Lücke zwischen den wirklichen Problemen und dem, was wir oft vorschlagen: dem überstrapazierten „Mainstream“, dem allgemeinen Diskurs, der stillschweigenden Informationsvermittlung. Aber ist das Thema der Einschaltquoten eines Musikwettbewerbs wirklich so wichtig? Spiegelt das Fernsehprogramm tatsächlich die Nation wider? Millionen von Menschen unter 30 in Italien wissen nicht, was im Fernsehen läuft, weil sie YouTube, Twitch und andere soziale Medien nutzen. Und wenn sie überhaupt fernsehen, dann nur über Netflix.
Dann gibt es noch die Fußballfans, die, anstatt sich für das Duell Mazzariello gegen Loredana Bove zu begeistern, ihr Leben lang Inter Mailand, Juventus Turin und Real Madrid anfeuern. Ein Großteil schläft tief und fest. Nur wenige haben um diese Uhrzeit Sex, denn ich muss morgen früh um 5:30 Uhr aufstehen. Diejenigen, die bleiben – falls sie überhaupt bleiben – schauen sich Sanremo an.
