Sanluri applaudiert Marco und Marianna Morandi
Die Tournee des von Pino Quartullo inszenierten Stücks auf der Insel ist beendet.Die Sardinien-Tournee der Komödie „Benvenuti a Casa Morandi“ endete gestern Abend im Stadttheater Akinu Congia in Sanluri. Die Komödie wurde von Marioletta Bideri für Bis Tremila produziert und von Diego Ruiz für MenteComica vertrieben. Sie wurde im Rahmen der Großen Prosa-Saison des Cedac aufgeführt, die von Antonio Cabiddu geleitet und von Valeria Ciabattoni inszeniert wurde.
Eine Show, die das Publikum mit einer ausgewogenen Mischung aus Ironie, Nostalgie und autobiografischer Erzählung begeisterte und ein intimes und doch universelles Familienporträt auf die Bühne brachte.
Die Protagonisten des Abends waren Marco und Marianna Morandi , Kinder des berühmten Sängers Gianni Morandi , der noch immer eine feste Größe der italienischen Musikszene ist, und der Schauspielerin Laura Efrikian , heute eine geschätzte Schriftstellerin mit vielen Lesern, die zusammen mit dem Schauspieler und Darsteller Marcello Sindici eine brillante Komödie unter der Regie von Pino Quartullo zum Leben erweckten.
Der von Morandi selbst zusammen mit Quartullo und Elisabetta Tulli verfasste Text erzählt mit Leichtigkeit und Aufrichtigkeit vom Heranwachsen zweier Künstlerkinder inmitten von Kindheitserinnerungen, Filmsets und Liedern, die eine Ära geprägt haben.
Die Handlung beginnt mit einem Umzug: Zwischen Kisten, altem Spielzeug und vergessenen Gegenständen taucht eine Vergangenheit voller Glanzmomente und familiärer Begegnungen wieder auf, wobei die liebevolle Figur des Kindermädchens Marta als emotionaler Faden fungiert und die aus dem Jenseits die beiden Brüder anleitet, die beste Inspiration für ein gemeinsames Projekt zu finden.
In diesem Zwischenraum zwischen Erinnerung und Gegenwart lassen die Protagonisten lustige und melancholische Episoden ihres Lebens Revue passieren und verweben persönliche Geschichten mit einer umfassenderen Reflexion über Zuneigung und Identität.
Auf der Bühne besticht das Stück durch sein rasantes Tempo und einen vertraulichen Ton , der die Schauspieler sofort dem Publikum näherbringt. Die Telefonate der Eltern, die lebhaften Dialoge der Geschwister und das Auftauchen eines aufdringlichen Umzugshelfers, der zunehmend von der schönen und liebenswerten Marianna angetan ist, sorgen für komische Situationen, die die intimeren Momente der Geschichte auflockern. Das Ergebnis ist eine Komödie, die Lachen und Zärtlichkeit gekonnt vereint, ohne jemals in Pathos abzurutschen.
Die Qualität der Darbietungen der Protagonisten und ihre unmittelbare Empathie mit dem Publikum – und insbesondere die Bezüge zu einem Mädchen aus Serramanna, Marcos Ex-Freundin, und zu lokalen Speisen festigen die Verbindung zum Publikum – verleihen einer ohnehin schon intimen und introspektiven Show Rhythmus und Seele.
Marco und Marianna Morandi zeigen eine bemerkenswerte Bühnenpräsenz: Ihr Spiel wirkt natürlich, nuanciert und authentisch, wobei brillante Komik mit verträumten, nostalgischen Passagen abwechselt. Die Dialoge auf der Bühne wirken spontan und vertraut , getragen von einem tiefen Verständnis, das der dargestellten Familiendimension Glaubwürdigkeit und Wärme verleiht.
Marcello Sindicis Darbietung war ebenfalls ein voller Erfolg. Mit seiner Energie und dem theatralischen Flair, das er als ehemaliger Tänzer mitbringt, wird er in der zweiten Hälfte der Show zu einer echten Bereicherung. Seine Figur, der aufdringliche, aber zugleich ironische und nachdenkliche Tänzer, platzt mit präzisem komödiantischem Timing und einer mitreißenden Bühnenpräsenz in die Geschichte und fesselt das Publikum, indem er immer wieder für heitere Momente sorgt.
Das Ballett, untermalt von der Musik Raffaella Carràs, mit einer unbeschwerten, fröhlichen und flexiblen Choreografie von Sindici und meisterhaft aufgeführt von der eleganten Marianna Morandi, wird beinahe zu einem idealen Meme, um die komische Kraft der überaus gelungenen Inszenierung zusammenzufassen.
Quartullos Regie begleitet die Geschichte mit Ausgewogenheit und lässt den Schauspielern und den ausdrucksstarken Dialogen Raum. Die Originalmusik, komponiert von Marco Morandi selbst, ist sehr gelungen, und er selbst steuert mit seiner kristallklaren, nuancenreichen Stimme einige wunderbare Gastauftritte bei. Mauro Paradiso hat ebenfalls ein wahrhaft herausragendes Bühnenbild geschaffen, das Lichtdesign stammt von Luigi Cervelli und das Sounddesign von Dario Savoia. Allen Beteiligten wird am Ende von den beiden Brüdern im selben Theater ein herzlicher und verdienter Dank ausgesprochen.
Das Publikum im Theater von Sanlureno reagierte begeistert, verfolgte aufmerksam die Abfolge von Erinnerungen und Witzen und belohnte die Darsteller am Ende mit lang anhaltendem Applaus. So fand die kleine Inseltournee der Show, die zuvor in Theatern in Macomer, Oristano und Meana Sarda gastiert hatte, einen gelungenen Abschluss.
„Willkommen im Haus Morandi“ beweist damit seine generationsübergreifende Anziehungskraft: Hinter der Geschichte einer berühmten Familie verbirgt sich eine schlichte und authentische Erzählung von Erinnerung, Wurzeln und der Bedeutung von Zuneigung. Das heitere und zugleich aufrichtige Stück hinterlässt beim Publikum ein Lächeln und einen Hauch süßer Nostalgie.
LP