Salvini und die „Bedrohung“ durch seine ehemaligen Kollegen: Es wird eine Front gebildet, um die Lega Nord wiederzubeleben.
Ehemalige Parlamentarier und Provinzsekretäre gründen das Komitee zur Einberufung des Bundeskongresses(Handhaben)
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Matteo Salvini hat eine neue Front eröffnet: Eine Gruppe ehemaliger Parlamentarier und Provinzsekretäre will die Kontrolle über die ehemalige Lega Nord erlangen und hat deshalb das Komitee zur Einberufung des Bundeskongresses gegründet, wie zuvor Sky Tg24 und dann Corriere della Sera berichteten.
Zu den Initiatoren gehört Gianluca Pini, ein ehemaliger Abgeordneter, der die Lega Nord verließ, aber weiterhin im Bundesrat der Lega Nord sitzt. Diese Struktur existierte nach 2017 als eine Art notdürftiges Unternehmen fort, um die 49 Millionen Euro Schulden beim Staat zu begleichen. Ziel des Kongresses ist es, die Lega Nord der Kontrolle ihres derzeitigen Kommissars Igor Iezzi, einem überzeugten Anhänger Salvinis, zu entreißen.
„Unser Komitee wurde gegründet, um die Einberufung des Bundesparteitags der Lega Nord zu gewährleisten, das Symbol zu entblocken und die alte Partei wiederzubeleben“, erklärte der ehemalige Lega-Parlamentarier Gianluca Pini.
„Wir haben vor drei Tagen mit dem Sammeln von Unterschriften begonnen und haben bereits hundert zusammen, allesamt einfache Aktivisten aus dem ganzen Norden“, fügte er hinzu. „Es handelt sich nicht um eine nostalgische Aktion, sondern um eine Aktion, bei der die Regeln und die Satzung der Lega Nord mit Füßen getreten wurden. Sollten sie den Parteitag nicht einberufen, werden wir rechtliche Schritte einleiten.“
Quellen innerhalb der Lega und aus Salvinis Umfeld äußerten sich jedoch überrascht. „Diejenigen, die die Lega beinahe zu Fall gebracht hätten, sind nun zurück und suchen nach einem politischen Posten. Sind diejenigen, die sich der Korruption schuldig bekannt haben, auch bereit, die 49 Millionen Euro Schulden, die die Lega Salvini als Ministerpräsident geerbt hat und noch immer abbezahlt, vollständig zu übernehmen?“, fragen sich die Anhänger des Staatssekretärs. Sie fügten hinzu: „Der Norden fordert Lösungen, Antworten und konkrete Maßnahmen, die die Regierung auch liefert, zum Teil dank des Drucks der Lega und ihrer fünf lombardischen Minister. Es gibt eine funktionierende Lega mit über 500 Bürgermeistern, Gouverneuren, Tausenden von Kommunalbeamten in ganz Italien, Zehntausenden von Mitgliedern, gewählten Amtsträgern und Aktivisten. Und dann gibt es diejenigen, die ihre Zeit mit Streitereien und Einlegung von Rechtsmitteln verbringen und mehr an ihre eigenen Interessen als an die der Region denken“, betonen sie aus Sicht von Matteo Salvinis Partei.
(Unioneonline)
