„Sturmhöhe“ ist zweifellos einer der heißesten Filme des Monats, und erste Eindrücke bestätigen bereits die Qualität eines Films, der sich als einer der besten des Jahres 2026 erweisen könnte. Die freie Adaption von Emily Brontës literarischem Meisterwerk stammt von der aufstrebenden Filmemacherin Emerald Fennell – die bereits den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch für „Promising Young Woman“ gewann und für den provokanten Film „Saltburn“ gleichermaßen gefeiert wurde . Dank der Bekanntheit seiner Hauptdarsteller Margot Robbie und Jacob Elordi – zwei Beispiele für Talent und Sinnlichkeit, die bei großen Studios und Publikum gleichermaßen begehrt sind – zog der Film sofort die Aufmerksamkeit der Medien auf sich.

Doch die hocherotische Natur mancher Szenen und die unwiderstehliche Ausstrahlung der Schauspieler – wie bereits in Werbetrailern und Interviews angedeutet – sind offenbar nicht die einzigen überzeugenden Gründe, den Film im Kino zu sehen. Laut ersten Kritiken der Filmpresse erweist sich „Sturmhöhe“ in jeder Hinsicht als gelungener Film – trotz der künstlerischen Freiheit, die Fans des Romans zunächst beunruhigte – und zeugt von einem weiteren Erfolg für Fennell und seiner stetig wachsenden Karriere.

Der Film spielt im Jahr 1847 in der Moorlandschaft von West Yorkshire und erzählt die leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen der Adligen Catherine Earnshaw und dem düsteren und unheimlichen Heathcliff, einem Waisenkind, das von ihrem Vater aufgezogen wurde. Zum Ensemble gehören außerdem Hong Chau, Alison Oliver, Shazad Latif, Martin Clunes und Ewan Mitchell sowie Charlotte Mellington und Owen Cooper – bekannt aus „Adolescence“ –, die die jüngeren Versionen der Protagonisten verkörpern.

Unbeirrt von ihrer Begeisterung teilte die Kritikerin Courtney Howard einen Beitrag auf X, in dem sie den Film als „einen neuen Klassiker von göttlichem Kaliber“ bezeichnete. „Berauschend, transzendent, verführerisch, betörend, sinnlich, hypnotisch. Er fängt atemberaubenden Schmerz und das Wesen des Begehrens meisterhaft ein. Linus Sandgrens Kameraführung ist fesselnd. Suzie Davies’ Produktionsdesign ist erhaben.“

Variety-Chefredakteurin Jazz Tangacy sparte ebenfalls nicht mit Lob und nannte den Film eine „verdrehte, prickelnde Geschichte“. Die Chemie zwischen den Schauspielern auf der Leinwand sei ein Erlebnis, das „eine ganz neue Dimension der Erotik“ verkörpere. Besonders Fennells Leistung lobte sie: „Nur Emerald kann einen Klassiker nehmen, ihn komplett auf den Kopf stellen, einen völlig umhauen und einem dann die Seele brechen. Ein exquisites Beispiel an Handwerkskunst, das mich von den Kostümen, der Kameraführung und dem Produktionsdesign schwärmen ließ. Ich bin absolut begeistert davon.“

Kritiker Scott Menzel hingegen ist optimistisch, was den Erfolg des Films an den Kinokassen angeht. Er glaubt, der Film werde „ein Riesenerfolg für Warner Bros. und Emerald Fennell als eine der gefragtesten Regisseurinnen unserer Zeit etablieren“. Auch eine erfolgreiche Oscar-Kampagne prophezeit er: „Dieses atemberaubende visuelle Kunstwerk dürfte ein heißer Anwärter auf Auszeichnungen sein, insbesondere für Kamera, Kostümdesign, Szenenbild und Filmmusik. Und falls Sie Jacob Elordis Darbietungen in Euphoria, Saltburn und Frankenstein schon großartig fanden, warten Sie erst, bis Sie diesen Film sehen. Die sexuelle Spannung und die Chemie zwischen Margot Robbie und Elordi sind so intensiv, dass man sie mit einem Messer schneiden könnte.“

Im Rückblick auf die Besetzung fällt auf, dass Margot Robbie ursprünglich nur als Produzentin und nicht als Hauptdarstellerin im Gespräch war. In der Graham Norton Show an der Seite von Jacob Elordi klärte sie die Angelegenheit auf: „Ich hätte die Rolle eigentlich gar nicht annehmen sollen. Ich war begeistert, als Produzentin dabei zu sein, aber als wir dann über Cathy sprachen, beschloss ich, zuzusagen. Meiner Meinung nach ist es eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten; die Besetzung ist außergewöhnlich und die Schauspieler sind unglaublich. Es ist ein großartiger Film.“

Und mit den unvermeidlichen Worten der Bewunderung für die Regisseurin fügte sie hinzu: „Emerald liebt das Buch und hat sich wirklich auf das Gefühl konzentriert, das es ihr beim ersten Lesen mit 14 Jahren vermittelt hat. Sie kanalisiert dieses rohe emotionale Erlebnis, es ist also eher eine Interpretation als eine Adaption.“

© Riproduzione riservata