"Scrubs": Die Neuauflage der Kultserie erntet erste positive Kritiken von amerikanischen Kritikern.
Mit 17 Rezensionen auf der Website Rotten Tomatoes weist die Produktion derzeit eine Zustimmungsrate von 88 % auf.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Nur wenige moderne Fernsehserien können auf einen so großen Einfluss auf die Popkultur zurückblicken wie „Scrubs“ Anfang der 2000er-Jahre. Das Franchise, ein Produkt von Bill Lawrences überdrehter Kreativität – er schuf auch die neueren Serien „Ted Lasso“ und „Shrinking“, die auf Apple TV+ verfügbar sind –, definierte das Genre des Krankenhausdramas auf parodistische Weise neu und begründete das Genre der sogenannten Wohlfühlserien. Es erfreute sich einer ähnlich großen Fangemeinde wie neuere Beispiele wie „The Office“. Dank der medialen Aufmerksamkeit und Online-Diskussionen – man denke nur an die unzähligen Memes und thematischen Videos, die noch immer die sozialen Medien überschwemmen – hat die Serie die Grenzen unserer Wohnzimmer längst überschritten. Wir erinnern uns heute noch mit nostalgischer Zuneigung an die vielen Momente, die uns starke und bleibende Emotionen beschert haben.
Von den Fantasiegebilden des Protagonisten John Dorian bis zu den langen und pompösen Tiraden von Dr. Cox, von seiner unzerbrechlichen Freundschaft mit seinem Kollegen Chris Turk bis zu seiner schwierigen Liebesbeziehung mit Dr. Elliot Reid verdankt „Scrubs“ seinen Erfolg einer Mischung außergewöhnlicher Elemente: einer für die damalige Zeit beispiellosen Originalität, der perfekten Balance zwischen Komödie und Drama, der starken Charakterisierung der Figuren und nicht zuletzt der Fähigkeit, private Erfahrungen zu erzählen, mit denen sich jeder leicht identifizieren kann.
Mitte letzten Jahres bestätigte ABC, dass die Serie nach großem Fandruck und lang anhaltenden Gerüchten im Internet endlich neu aufgelegt wird. Trotz einiger Schwierigkeiten lief die Entwicklung – anders als befürchtet nach dem Ausscheiden von Co-Showrunner Tim Hobart nur wenige Wochen nach Produktionsbeginn – zügig voran. Die US-Premiere fand am 25. Februar statt, die Veröffentlichung in Italien auf Disney+ wird genau einen Monat später erwartet.
Wie der neueste offizielle Trailer enthüllt, bringt die Neuauflage von „Scrubs“ die unzertrennlichen Freunde wieder zusammen, die trotz neuer Kollegen und der Weiterentwicklung des medizinischen Bereichs die Zeit überdauert haben. Sie bewahren ihre Freundschaft und kehren an dasselbe Krankenhaus – Sacred Heart – zurück, in dem sie aufgewachsen sind, gelitten haben, gereift sind und sich begegnet sind. Schon vor dem Start der Serie sind erste Reaktionen der medizinischen Fachpresse eingetroffen und bestätigen die Befürchtungen derjenigen, die ein weniger zufriedenstellendes Ergebnis befürchtet hatten: Mit 17 Kritiken auf Rotten Tomatoes erreicht die Serie derzeit eine Zustimmungsrate von 88 %.
Unter den vielen positiven Kritiken sticht die von CBR hervor: „Angetrieben von authentischen Darbietungen von Schauspielern, die wie geschaffen für diese Rollen scheinen, legen Braff und Faison den Grundstein für eine neue Ära am Sacred Heart.“ Auch Collider überzeugt: „Der vertraute Rhythmus, die Herzlichkeit und der Zusammenhalt der Darsteller schaffen eine Basis, auf der sich die neuen Charaktere nahtlos einfügen, anstatt um Aufmerksamkeit zu konkurrieren.“ The Wrap ist nicht weniger begeistert und fügt hinzu: „Die neue Staffel findet die richtige Balance zwischen Nostalgie und Moderne und hebt sich damit von den wenigen Reboots ab, die den Originalen gerecht werden, ohne deren Vermächtnis zu zerstören.“ Variety hingegen bemerkt: „Im warmen Schein der Nostalgie wirkt Scrubs harmlos. Im grellen Licht der Gegenwart merkt man ihm sein Alter an.“
Nach der lang ersehnten Rückkehr, die über fünfzehn Jahre Geduld erforderte, war ein gebührendes Event ein Muss: Die Premiere von „Scrubs“ fand letzten Montag in Los Angeles statt und lockte die gesamte Besetzung, alte wie neue Gesichter, auf den roten Teppich. Angeführt wurde der Kreis von den unzertrennlichen Zach Braff, Donald Faison und Sarah Chalke, gefolgt von den ebenso bekannten John C. McGinley, Judy Reyes, Robert Maschio, Neil Flynn und Phill Lewis. Zu ihnen gesellten sich zahlreiche Neuzugänge, darunter Rachel Bilson, Vanessa Bayer, Joel Kim Booster, Ava Bunn, Jacob Dudman, David Gridley, Layla Mohammadi, Amanda Morrow, Andy Ridings und Lisa Gilroy. Eine neue Generation von Talenten, die, im Einklang mit dem sich wandelnden Publikumsgeschmack, eine bereits etablierte Gruppe unterstützen und vergangene und gegenwärtige Generationen in den nächsten Zyklus führen wird, in der Hoffnung, dass dies nicht nur ein einfaches Amarcord-Unternehmen sein wird, sondern eine Gelegenheit, das Franchise wieder so erblühen zu sehen wie in seiner glorreichen Vergangenheit.
