Spuren römischer Zivilisation und Identität sind in den beiden Gemälden deutlich erkennbar, die die Jury des jüngsten Stegreifmalwettbewerbs überzeugten. Der Wettbewerb wurde am 27. Dezember von der Tnt Global Art Association in der faszinierenden Kulisse der archäologischen Stätte Turris Libisonis veranstaltet und war Teil der dritten Ausgabe von „Non era solo Garum“, einer Veranstaltung zur Förderung des historischen, kulturellen und kulinarischen Erbes der Stadt Porto Torres. Organisiert wurde die Veranstaltung vom CCN Botteghe Turritane unter der Schirmherrschaft der Stadt und mit Unterstützung der Region Sardinien.

Die prämierten Werke setzen sich auf originelle und persönliche Weise mit dem Thema „Die alten Römer und die Thermen von Turris Libisonis“ auseinander. Den ersten Platz belegte Tonino Fenus Gemälde, das mit 500 € dotiert war, gefolgt von Giuseppe Gaspas Werk, das 400 € erhielt. Die Preisverleihung fand am Donnerstagnachmittag, dem 8. Januar, im Prunksaal des Palazzo del Marchese, dem Amtssitz der Gemeinde Turris Libisonis, statt. Anwesend waren Kulturdezernentin Maria Bastiana Cocco, der Vorsitzende des städtischen Kulturausschusses, Antonello Cabitta, der Präsident von TNT Global Art, Gianni Nieddu, die elf beteiligten Künstler – einige aus Turritano, andere aus anderen Orten im Hinterland – sowie die Jury, bestehend aus Stefano Giuliani, Direktor des Antiquariums von Turritano, Silvia Pinna, Kunsthistorikerin der Regionaldirektion der Museen Sardiniens, und Gavino Sanna, dem Organisator der Veranstaltung „Non era solo Garum“.

Die drei Juroren standen vor der anspruchsvollen Aufgabe, jene Werke auszuwählen, die das Wesen der Sitten und Gebräuche der Menschen im antiken Turris Libisonis während der Römerzeit am besten vermittelten. Es war eine Blütezeit, in der die erste römische Kolonie auf Sardinien, 46 v. Chr. von Julius Caesar gegründet, ein strategisch wichtiger Handelshafen war. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit zwischen dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. dank einer florierenden Wirtschaft, die auf Landwirtschaft, Fischerei und Handwerk basierte.

Die Jury bewertete die Werke anhand von Kriterien wie Komposition, Technik und Farbgebung, thematischer Umsetzung, Originalität und Kreativität, Entstehungszeitpunkt und Gesamtwirkung. Für die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten wurden Mario Gaspa, Sandro Marchi und Inna Boiko lobende Erwähnungen verliehen. Die beiden prämierten Gemälde werden nun Teil des städtischen Kulturerbes. Sie wurden dem Antiquarium in der Via Ponte Romano geschenkt, das sie nach der Wiedereröffnung des Museums im Juni nächsten Jahres mit neuem Layout und nach Renovierungsarbeiten dauerhaft am Eingang ausstellen wird. „Diese neue Ausgabe der Ausstellung spontaner Malerei“, betonte Maria Bastiana Cocco, „unterstreicht einmal mehr die enge Zusammenarbeit mit TNT Global Art und dem Museo Antiquarium Turritano. Die Initiative bietet eine weitere Gelegenheit, die tiefe Verbundenheit unserer Stadt mit künstlerischem Ausdruck und den Traditionen der Vergangenheit hervorzuheben. Wir danken daher allen Mitgliedern des Vereins für ihr gewohntes Engagement, den teilnehmenden Künstlern und der Jury, die der Einladung zur Auswahl der Preisträger mit Begeisterung gefolgt ist.“

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