Der sardische Regisseur Roberto Pili erhielt eine weitere wichtige Auszeichnung und gewann seinen zweiten Preis beim Orgosolo Film Festival. Sein Filmprojekt, das unter der künstlerischen Leitung von Paolo Carboni und Daniele Gaglianone entstand, wurde prämiert.

Nach dem Erfolg von „Profondo Nero“ im Jahr 2025 kehrte Pili zum Orgosolo Film Festival zurück und erhielt 2026 eine Besondere Erwähnung in der zweiten Kategorie „Tziulai – TV- und Web-Berichterstattung“ für seinen Kurzfilm „Lontano dal centro – Cantico errante di un DJ Senza Tempo“ (Weit weg vom Zentrum – Wandergesang eines zeitlosen DJs). Der von Francesco Pili produzierte Kurzfilm zeichnet den persönlichen und künstlerischen Werdegang von Richard Di Via, bekannt als DJ Sputo, einer Schlüsselfigur der Underground-Hip-Hop-Kultur, nach und zeigt, wie Musik zu einem Mittel für Ausdruck, Zugehörigkeit und Wiedergeburt werden kann.

Eine sechsköpfige Sonderjury aus Häftlingen des Ettore-Scalas-Gefängnisses in Cagliari-Uta , die die eingereichten Kurzfilme sichtete und bewertete, begründete die Preisvergabe damit, dass der Film „ein konkretes Beispiel für persönliche Erlösung durch die schöpferische Kraft der Musik“ darstelle. Die Jury hob die Rolle des Hip-Hop als Mittel hervor, Stimme, Würde und Zugehörigkeit zurückzugeben. Sie betonte zudem die Möglichkeit, den eigenen Lebensweg durch authentische Leidenschaft neu zu gestalten und durch einen Ausdruck, der zu bewussteren Entscheidungen führen kann, Orientierung zu finden.

„Ich widme diese Auszeichnung“, erklärt Pili, „meinem Freund Roberto Loddo, dessen außergewöhnliches menschliches, bürgerliches und soziales Engagement ich in Erinnerung behalten möchte.“ Diese besonders bedeutsame Widmung würdigt den Journalisten, Herausgeber von Il Manifesto Sardo und langjährigen Aktivisten für die Rechte der Schwächsten – eine Schlüsselfigur im sozialen und kulturellen Leben Sardiniens.

(Unioneonline)

© Riproduzione riservata