Ein Künstlerporträt in Worten, Noten und Visionen: „Kind of Miles“ von und mit Paolo Fresu. Die Hommage an Miles Davis, den legendären amerikanischen Trompeter und Komponisten, der die Geschichte des Jazz revolutionierte, findet von Mittwoch, dem 11. Februar, bis Sonntag, dem 15. Februar, im Teatro Massimo in Cagliari und am Montag, dem 16. Februar, im Teatro Comunale in Sassari im Rahmen von La Grande Prosa del Cedac statt.

„Kind of Miles“ ist ein Theater- und Musikwerk des Teatro Stabile di Bolzano, inspiriert vom Leben und der intensiven Karriere des amerikanischen Musikers, eines raffinierten und vielseitigen Interpreten mit einem unverwechselbaren, melancholischen und ergreifenden Klang und eines großen Innovators, der in der Lage ist, Genres und Stile zu übergreifend zu bedienen, vom Bebop über Cool Jazz, Hard Bop und Modal Jazz bis hin zur elektrischen „Revolution“, die improvisierte Musik und Rock miteinander verbindet.

Paolo Fresu, in seiner Doppelrolle als Erzähler und musikalisches Alter Ego von Miles Davis, lässt das kreative und klangliche Universum des Schöpfers von „Kind of Blue“ und „’Round About Midnight“ wiederaufleben – von seinen Konzerten und frühen Aufnahmen mit Charlie Parker über seine Zusammenarbeit mit Sonny Rollins und John Coltrane sowie mit Gil Evans, dem Quintett mit Wayne Shorter und Herbie Hancock bis hin zur Erfindung des Fusion und seiner Rückkehr mit „Tutu“. Fresu (Trompete, Flügelhorn und Multieffektgeräte) steht mit einem eingespielten Ensemble auf der Bühne, bestehend aus Bebo Ferra (E-Gitarre), Dino Rubino (Klavier und Fender Rhodes), Marco Bardoscia (Kontrabass), Stefano Bagnoli (Schlagzeug), Filippo Vignato (Posaune, elektronische Multieffektgeräte, Keyboard), Federico Malaman (E-Bass) und Christian Meyer (Schlagzeug), die abwechselnd in akustischer und elektrischer Besetzung spielen. „Kind of Miles“, unter der Regie von Andrea Bernard, mit Video von Marco Usuelli und Alexandre Cayuela, Lichtdesign von Marco Alba und Kostümen von Elena Beccaro, ist eine imaginäre Reise zur Wiederentdeckung der Musik und vor allem der charismatischen Persönlichkeit von Miles Davis, dem „Fürsten der Finsternis“, der die Welt mit seinem Talent erleuchtete, einen unauslöschlichen Eindruck im kollektiven Gedächtnis hinterließ und bis heute einen enormen Einfluss auf die Musik des 20. Jahrhunderts ausübt.

Nach „Tempo di Chet“ und „Tango Macondo“ vollendet Fresu die Trilogie mit „Kind of Miles“, einer persönlichen Hommage an einen unvergesslichen Künstler und eine wahre Jazzlegende.

(Unioneonline)

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